Seit 25 Jahren Wetterbeobachterin

von Redaktion

Deutscher Wetterdienst ehrt Barbara Weinzierl aus Kasthub am Irschenberg

Irschenberg – Barbara Weinzierl erfasst und notiert seit 1999 als ehrenamtliche Wetterbeobachterin im Auftrag des Deutschen Wetterdienstes (DWD) das Wetter in Kasthub. Der Bundesminister für Digitales und Verkehr hat ihr als Dank für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement nun die Wetterdienstplakette verliehen. Die Auszeichnung wurde Barbara Weinzierl von Detlef Aßmann, Leiter Regionales Standortmanagement Süd des DWD in München, in Anwesenheit des Bürgermeisters, Klaus Meixner, im Rathaus von Irschenberg feierlich überreicht.

Außerordentlich
zuverlässig

Detlef Aßmann überbrachte Barbara Weinzierl den Dank der Präsidentin des DWD und würdigte die außerordentliche Zuverlässigkeit und Einsatzbereitschaft der Geehrten. Barbara Weinzierl hat 25 Jahre lang die Station betreut und täglich den Niederschlag und im Winter den Schnee gemessen und bis Ende 2011 das Wetter in Kasthub gewissenhaft beobachtet und notiert.

Das reichte vom Verlauf von Gewittern und Hagelschauern bis zum winterlichen Schneetreiben. Seit 2012 wird noch im Winter die Schneehöhe gemessen sowie ganzjährig die Messgeräte betreut. Im Rahmen der allgemeinen Automatisierung wurden die genauen Augenbeobachtungen eingestellt.

Barbara Weinzierl leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Wettervorhersage und Klimaüberwachung. Davon profitieren alle Bürger in Deutschland, denn die Auswirkungen des Wetters und Klimas betreffen jeden von uns. Für den nationalen Wetterdienst seien Bürger wie Barbara Weinzierl unverzichtbar, die mit Spaß am Wetter, Liebe zur Natur, einer guten Beobachtungsgabe und einem hohen Verantwortungsbewusstsein jahrzehntelang gewissenhaft das Wetter in ihrer Region überwachen.

Der Deutsche Wetterdienst betreibt in ganz Deutschland ein flächendeckendes Mess- und Beobachtungsnetz mit über 1900 Messstellen. Dazu gehören rund 180 hauptamtliche Wetterstationen, die inzwischen alle automatisiert sind.

Etwa 1750 weitere Messstellen des DWD werden ehrenamtlich von engagierten Bürgerinnen und Bürgern – häufig seit Jahrzehnten – betreut. Die vor Ort gemessenen Daten und die Beobachtungen werden vom nationalen Wetterdienst dann zum Beispiel für die Wettervorhersage oder Gutachten bei Wetterschäden genutzt.

Sie helfen aber auch, den Klimawandel in Deutschland zu erfassen und dessen Folgen besser einschätzen zu können.

Zu den Voraussetzungen für die Übernahme dieser Tätigkeit gehören nicht nur Einsatzbereitschaft und die erforderliche Zeit, sondern auch ein geeignetes Grundstück, auf dem die Messgeräte des DWD gemäß internationalen Vereinbarungen und in ausreichendem Abstand zu Gebäuden und Bewuchs aufgestellt werden können.

Kosten entstehen ehrenamtlichen Beobachtern weder durch den Aufbau noch durch den Betrieb der Station.

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