„Swing it up“ füllt Spendensau

von Redaktion

Erlös des Benefizkonzertes in der Kulturmühle kommt Seniorenarbeit zugute

Bruckmühl – Voll besetzt war der große Saal der Kulturmühle beim Benefizkonzert der Musikformation „Swing it up“. Anlass war der 90. Geburtstag von Gerhard Kissel, der gemeinsam mit seiner Frau Grete beschlossen hatte, anstelle von Geschenken ein Konzert zugunsten der Seniorenarbeit in Bruckmühl zu veranstalten. Die positive Publikumsresonanz war überwältigend.

Musikalische
Reise um die Welt

Alle drei Bruckmühler Bürgermeister waren mit ihren Ehepartnern anwesend, ebenso Altbürgermeister Franz Heinritzi mit seiner Frau, zahlreiche Marktgemeinderäte, Pfarrer Andreas Strauß mit seiner Frau, die Seniorenbeauftragte Anneliese Weißbrich sowie viele weitere Personen aus dem öffentlichen und kirchlichen Leben der Marktgemeinde. Alle waren gespannt auf das Programm von Bernd Stahuber am Klavier und seinen „Swing it up“-Mitstreitern Toni Wiedemann (Bass), Matthias Huber (Saxofon, Klarinette und Querflöte), Andreas Gleixner (Schlagzeug) und Sängerin Barbara Roberts.

Jazz, Swing und Evergreens aus verschiedenen Jahrzehnten standen auf dem Programm, das Bassist Toni Wiedemann humorvoll moderierte. Die musikalische Weltreise begann in Frankreich mit dem Cole Porter-Musical „Can, Can“ und dem Lied „I love Paris“, wunderbar interpretiert von der aus Bruckmühl stammenden Sängerin Barbara Roberts. Es folgte „C’est si bon“ (komponiert von Henri Betti), bevor die Reise mit „A foggy day in London Town“ (George Gershwin) weiterging.

Zwischen den einzelnen Musikstücken baute Toni Wiedemann immer wieder kleine Gedichte in seine Liedankündigungen ein, darunter „Das Blümelein“ von Wilhelm Busch, „Der Strohwitwer“ von Eugen Roth oder „Die Ameisen“ und „Hongkong“ von Joachim Ringelnatz. „On a slow boat to China“ (Frank Loesser) führte die Zuhörer musikalisch nach Fernost, und weiter nach New York zum „Moon River“ (Henry Mancini), dem Oscar-prämierten Filmsong aus „Frühstück bei Tiffany“.

Nach der Pause folgten „Fly me to the moon“ (Bart Howard), „Route 66“ (Bobby Troup), „I left my heart in San Francisco“ (George Cory) sowie „Straighten up and fly right“ (Nat King Cole) und das Ringelnatz-Gedicht „Ein männlicher Briefmark erlebte“. Mit der musikalischen Ankunft in Brasilien näherte sich die Reise von „Swing it up“ mit „Corcovado“ (Antonio Carlos Jobim) und dem Welthit von Louis Armstrong „What a wonderful World“ (George David Weiss) dem Ende des offiziellen Teils eines wundervollen Programms.

Publikum
forderte Zugaben

Aber nach so einem gelungenen Abend ließ das Bruckmühler Publikum keinen Künstler ohne Zugabe von der Bühne. Bernd Stahuber (Klavier) und seine „Swing it up“-Mitstreiter, die die musikalischen Darbietungen immer wieder durch hervorragende Soloeinspielungen bereichert hatten, kamen dem Wunsch des Publikums gern nach mit „It don’t mean a thing if it ain’t got that swing“ von Duke Ellington sowie „Bye, bye Blackbird“ (Ray Henderson), wobei das Publikum mitsang. Beim Schlussapplaus erwiesen sich die Bruckmühler Besucher als ebenso großzügig, wie an den aufgestellten Spendenkörbchen zugunsten der Bruckmühler Seniorenarbeit erkennbar war. So schön und segensreich kann ein 90. Geburtstag sein, wenn ein Konzertsaal zur Spendensau wird.

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