Der Zauber der Stimme

von Redaktion

Musikalische Reise durch Oper und Operette in der Kulturmühle

Bruckmühl – Eine musikalische Reise durch die Welt von Oper und Operette mit Doris S. Langara (Sopran), Martin Fösel (Tenor) und Chris Sturm (Klavier) begeisterte in der Bruckmühler Kulturmühle das Publikum. Der in Kooperation mit dem „Maxlrainer Kultursommer“ durchgeführte Konzertabend bot erstklassiges Musiktheater mit wunderbaren Melodien und heiter erzählten Sketchen von Reisen, Liebe, Leidenschaft und mit ganz viel Temperament.

Auf dem Weg
nach Paris

Inhaltlich war das Programm zweigeteilt. Die erste Hälfte spielte in der Kulisse eines Eisenbahnabteils, in dem eine Reisende (Doris S. Langara) auf dem Weg nach Paris verschiedenen Schaffnern und Mitreisenden (Martin Fösel) begegnet und manchem Unbill ausgesetzt ist. In die Spielszenen fügten sich die Gesangseinlagen dann ein.

Los ging es mit einem von Martin Fösel kräftig geschmetterten „Griaß eich Gott, alle miteinander“ (aus der Operette „Der Vogelhändler“). Es folgten, teils als Arie, teils als Duett dargeboten, unter anderem „Komm mit mir ins Chambre séparée“ („Der Opernball“), „Bei Männern, welche Liebe fühlen“ („Die Zauberflöte“), „Cavatina“ („Der Barbier von Sevilla“) in italienischer Sprache gesungen „La ci darem la mano“ („Don Giovanni“). Chris Sturm am Klavier fügte sich mit kleinen Solopartien harmonisch in den musikalischen Reigen ein. Mit den Duetten „Schenkt man sich Rosen in Tirol“ („Der Vogelhändler“) und „Im Feuerstrom der Reben“ („Die Fledermaus“) ging es unter lautem Applaus in die Pause. Für die Versorgung mit Getränken zeichnete die Jugendgruppe des THW verantwortlich.

Nach der Pause ging es wieder äußerst unterhaltsam und schwungvoll weiter. Die Kulisse hatte sich inzwischen auf der Bühne in einen Konzertsaal verwandelt, wo Sopranistin und Tenor mit Melodien aus der „Lustigen Witwe“ von Franz Lehár für beste Stimmung sorgten. „Heia, Mädel aufgeschaut“, „Heut geh ich ins Maxim“, „Ja, so sind wir, die Grisetten“, „Ja, das Studium der Weiber ist schwer“, „Vilja“ und „Lippenschweigen“ wurden mit kräftigem Applaus belohnt, nicht nur für die temperamentvollen musikalischen Darbietungen, sondern auch für das hohe Tempo von Doris Langara beim Kostümwechsel.

Mehrfache Zugaben
erklatscht

Ein weiterer Szenenwechsel läutete den Schluss des musikalischen Bilderbogens ein; das Paar hat sich gefunden, „Sag ja, mein Lieb, sag ja“ („Gräfin Mariza“), „Komm mit nach Varasdin“ („Die ungarische Hochzeit“) und „Libiamo“ („La Traviata“) unterstrichen die Harmonie. Vom Schwung der Akteure angesteckt, erklatschte sich das Bruckmühler Publikum mehrere Zugaben, wobei zum Schluss seitens der Zuschauer begeistert mitgesungen und gesummt wurde; von manchen sogar noch auf dem Nachhauseweg.

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