Per Tagesschau durch die Jahrzehnte

von Redaktion

Bruckmühl feiert 60-jährige Markterhebung mit 120 geladenen Gästen

Bruckmühl – Im Jahr 1948 wurde das heutige Bruckmühl aus der „Urgemeinde“ Kirchdorf am Haunpold gegründet und schon 16 Jahre später wurde der Kommune vom Bayerischen Staatsministerium des Innern der Status „Markt“ verliehen. Mit einem glanzvollen Festabend feierte die Marktgemeinde mit rund 120 geladenen Gästen die 60-jährige Wiederkehr ihrer Markterhebung.

Bürgermeister Richard Richter hieß in der Kulturmühle unter anderem Landrat Otto Lederer, die Bürgermeister-Kollegen Stephan Schlier (Bad Aibling), Johannes Zistl (Feldkirchen-Westerham), Bernd Fessler (Großkarolinenfeld), Georg Weigl (Tuntenhausen), Peter Kloo (Kolbermoor), Max Singer (Bad Feilnbach), Martin Riedl (Baiern), Klaus Meixner (Irschenberg) und Peter Wagner (Aying) sowie seine Stellvertreter Klaus Christoph und Anna Wallner willkommen.

Ins Industriezeitalter
katapultiert

„Marktrechte gibt es seit über 1000 Jahren, doch eine Markterhebung ist immer noch etwas Besonderes. Dafür sind unter anderem Zentralität, Einwohnerzahl und wirtschaftliche Verhältnisse ausschlaggebend“, erläuterte Landrat Otto Lederer. „Bruckmühl hat sich damals durch die Mangfalltalbahn ins Industriezeitalter katapultiert, ist bis heute ein attraktiver Wirtschafts- und Industriestandort geblieben und hat sich zum Schulstandort und zum Kulturzentrum entwickelt. Bruckmühl ist eine lebendige und lebenswerte Marktgemeinde“, attestierte er abschließend, gratulierte zum Jubiläum und wünschte Gottes Segen.

Die Glückwünsche der Patenstadt Bad Aibling überbrachte Bürgermeister Stephan Schlier. „Bruckmühl ist eine moderne und leistungsstarke Gemeinde und ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor im Mangfalltal, der mit dem Bau der Kulturmühle neue Akzente gesetzt hat“, würdigte er. Er wies ferner auf die gute nachbarschaftliche Verbundenheit der beiden Kommunen hin, die immer weiter vertieft worden sei. „Wir haben gleiche Interessen“, betonte er.

Eingangs seiner Festansprache ging Bürgermeister Richard Richter auf die Entwicklung Bruckmühls in Zahlen ein, die im Vergleich der Einwohnerzahl von 7320 im Jahr 1964 zu derzeit 18000 und der Kreisumlage von 320 D-Mark zu aktuell zwölf Millionen Euro gipfelte. „Wichtiger als die Einwohnerzahl ist aber: Fühlen sich die Menschen wohl in der Wohngemeinde? Was tun, um dies zu garantieren?“ äußerte er und führte weiter aus: „Bruckmühl wird als dynamisch, aufstrebend und trotzdem etabliert beschrieben. Dies ist nur möglich mit engagierten und fleißigen Bürgern.“ Er hob zudem die Bereitschaft zum ehrenamtlichen Engagement als wesentlichen Bestandteil des Marktes hervor. Der Rathaus-Chef dankte ferner dem Landrat und seinen Bürgermeister-Kollegen für die nachbarschaftliche Unterstützung und freundschaftliche Begleitung. Lobende Worte fand er des Weiteren für die Mitglieder des Marktgemeinderates und deren konstruktive, wohlwollende und ausschließlich sachliche Arbeitsauffassung. „Einen gleichwertigen Beitrag zur großartigen Entwicklung des Marktes Bruckmühl haben unsere Mitarbeitenden in den gemeindlichen Einrichtungen geleistet“, unterstrich er am Ende seiner Rede, bei der er die Amtskette trug. Sie war zur Markterhebung 1964 das Geschenk der Patenstadt Bad Aibling.

Bürgermeister Stephan Schlier übergab zum 60. Jubiläum eine handgemalte Schützenscheibe mit Motiven aus beiden Orten. Das gemeinsame Präsent der Altlandkreis-Gemeinden überreichte Johannes Zistl. „Was soll man den Bruckmühlern schenken – Geld oder ein neues Rathaus?“ meinte der Bürgermeister von Feldkirchen-Westerham und fügte augenzwinkernd hinzu: „Geld haben wir keins und unsere Rathäuser brauchen wir selber.“ Mit Hinweis auf die Bruckmühler Fahrrad-Freundlichkeit übergab er – mit einem Rad als Symbol – eine Fahrrad-ReparaturStele.

Kreatives
Rahmenprogramm

Eingebettet waren die Reden in ein kreatives Programm, das vom Stadtmarketing-Duo Silvia Mischi und Martina Neuhausen zusammengestellt wurde. So ließ man auf Bildschirmen in Zehn-Jahres-Abständen das jeweilige Welt- und Lokalgeschehen als Tagesschau-Nachrichten Revue passieren – mit Original-Logo und der dazugehörigen Melodie. Überzeugend im TV-Stil gesprochen wurden die Meldungen von Geschäftsleiter Rainer Weidner und den Rathaus-Angestellten Elisabeth Ellmayer und Christian Schellewald. In Video-Aussagen brachten 13 Marktgemeinderatsmitglieder ihre Wertschätzung für Bruckmühl zum Ausdruck. Extra für den Festakt wurde das Lied „Dahoam is überoi“ der „Kubaboarischen 2.0“ von Leo Meixner umgedichtet und eingespielt.

Live hingegen spielten Florian Burgmayr am Piano und Christoph Bencic auf der Violine niveauvolle Unterhaltungsmusik. Das Duo erhielt ebenso tosenden Applaus wie die Formation „AkroLaVida“ des Bruckmühler Gymnasiums, die sich mit ihrem Auftritt „Take“ und „Kanon“ eine „Triple A“-Bewertung verdienten: akrobatisch, anmutig, artistisch.

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