Heimat und Natur bewahren und weiterentwickeln

von Redaktion

120 Jahre Obst- und Gartenbauverein Au-Dettendorf – Vogelstimmen-Imitator Helmut Wolferstetter zu Gast

Kematen – Mit einem gemütlichen und unterhaltsamen Abend feierte der Obst- und Gartenbauverein Au-Dettendorf sein 120-jähriges Bestehen. Zahlreiche Mitglieder, darunter Ehrenvorstand Martin Impler sowie Ehrenmitglieder, folgten in treuer Verbundenheit der Einladung ihres Vorsitzenden Sepp Millauer und füllten den großen Saal im Gasthaus Weingast.

Im Kreis der Gratulanten waren der Vorsitzende des Bienenzuchtvereins Au, Christian Schlemer, und die beiden Vorsitzenden des benachbarten Obst- und Gartenbauvereins Feilnbach-Wiechs-Litzldorf, Michael Litzlfelder junior und Agnes Riedl, in Begleitung von Bad Feilnbachs Apfelkönigin „Regina II.“ vertreten.

Den musikalischen Rahmen gestaltete das Trio „Hoisn Musi“. Fleißige Hände aus der Vorstandschaft verliehen dem Saal mit Blumen und Gläsern mit Kerzen ein einladendes Ambiente.

In einem kurzen Abriss erinnerte Millauer als zehnter Vorsitzender in Folge an die ereignisreichen Jahre seit der Gründung des Vereins am 16. Juni 1904.

Seither widmen sich Vorstandschaften und Vereinsmitglieder mit Hingabe, Fleiß und Engagement dem Obstanbau und der Verwertung naturbelassener und hochwertiger Produkte. Sie sind verantwortlich für die malerischen Streuobstwiesen, Gärten sowie den Balkonschmuck an Häusern und Höfen und gleichermaßen für reizvolle Landschaftsbilder innerhalb des Vereinsgebiets und der Region.

Wie Millauer abschließend betonte, haben wir Menschen das große Glück, in einem Land und in einer friedvollen Umwelt zu leben. Die umgebende Heimat ist ein Geschenk Gottes, mit dem Auftrag, diese in Bezug auf Landschaft, Natur und Artenvielfalt zu bewahren und in Verantwortung weiterzuentwickeln.

Besondere Aufmerksamkeit der gut gelaunten Gäste galt Helmut Wolferstetter, der nicht nur mit Worten, sondern mit einer besonderen Gabe auf sich aufmerksam machte. Der Landwirt aus Palling ist Vogelstimmen-Imitator. Mit seinem Talent wurde er sogar Europameister nach einer perfekten Nachahmung eines bayerischen und österreichischen Buchfinken. Wie er vor den begeisterten Gästen und Mitgliedern mit dem „Grünen Daumen“ betonte, benötige er keinerlei Hilfsmittel, wie etwa das Voglpfeiferl auf dem Oktoberfest. Einzige Werkzeuge sind, seit seinen ersten Versuchen als elfjähriger Bub, Zunge, Zähne und Lippen.

Durch viel Üben und Trainieren, verbunden mit Streifzügen in der Natur und genauem Beobachten, beherrscht er über 40 Vogelsprachen.

Als abschließendes Dankeschön für einen überaus gelungenen Jubiläumsabend gab es eine Tombola mit gestifteten Preisen von Geschäften aus dem Bad Feilnbacher Gemeindebereich.

Artikel 1 von 11