Hochwasserschutz gefährdet

von Redaktion

Auflandungen müssen entfernt werden – Dorfgemeinschaft fordert rasche Maßnahmen

Mietraching – Auflandungen verschlechtern die Abflussverhältnisse und gefährden den Hochwasserschutz. Daher fordert die Dorfgemeinschaft Mietraching die Beseitigung von Sand und Schlick aus der Glonn.

Kontrolle des
Flussbettes nötig

Der im Frühjahr 2021 vom Wasserwirtschaftsamt Rosenheim durchgeführte ökologische Ausbau der Glonn im Bereich Mietraching, sollte auch die Abflussverhältnisse bei Hochwasser verbessern. Durch die Aufweitung des Flussbettes wurde der Wasserspiegel der Glonn um bis zu 40 Zentimeter abgesenkt. Dadurch konnte die Überschwemmungsgefahr für Mietraching deutlich reduziert werden.

Die Maßnahme wurde von der Dorfgemeinschaft begrüßt, da die nötigen Hochwasserschutzmaßnahmen für ein 100-jährliches Hochwasser auch nicht finanzierbar gewesen wären.

Gleichzeitig forderte Dionys Schwinghammer, Vorsitzender der Dorfgemeinschaft, eine regelmäßige Kontrolle des Flussbettes, insbesondere nach größeren Abflüssen, um Veränderungen rechtzeitig zu erkennen und Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Tatsächlich haben sich in den dreieinhalb Jahren seit Bauabschluss deutliche Auflandungen aus Sand und Schlick am linken Ufer gebildet, welche die Verbesserung der Abflussverhältnisse und damit den Hochwasserschutz gefährden.

Vor-Ort-Termin
zeigt Ausmaß

Die Dorfgemeinschaft hat deshalb mit dem zuständigen Wasserwirtschaftsamt Rosenheim die Situation vor Ort besichtigt und eine schnellstmögliche Entfernung der Auflandungen gefordert. Bürgermeister Stephan Schlier und Tiefbauamtsleiter Stephan Eberlein unterstützen die Maßnahmen zum Hochwasserschutz für Mietraching und die Forderung der Dorfgemeinschaft.

Der Vertreter des Wasserwirtschaftsamtes Rosenheim, Christoph Kaindl, bestätigte die Befürchtungen der Mietrachinger und plant, die notwendigen Unterhaltungsmaßnahmen voraussichtlich im Frühjahr 2025 zu veranlassen.

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