„Miteinand statt nebeneinand“

von Redaktion

Beim zweiten inklusiven Sporttag des Landkreises zählt der olympische Gedanke

Bruckmühl – Nach dem Erfolg im vergangenen Jahr fand jüngst die erste Neuauflage des „Inklusiven Sporttages“ in der Marktgemeinde statt. In der Sporthalle der Justus-von-Liebig-Schule im Ortsteil Heufeld versammelten sich knapp 140 Sportbegeisterte, von Klein bis Groß, mit und ohne körperliche oder geistige Beeinträchtigung aus dem gesamten Landkreis Rosenheim, um gemeinsam Sport zu treiben. Drei Stunden lang wurde das Motto „Sport verbindet, Sport schlägt Brücken, Sport kennt keine Grenzen und Sport überwindet Hindernisse“ mit Leben gefüllt.

Drei Stunden Spiel,
Sport und Spaß

Christiane Grotz, Beauftragte für Menschen mit Behinderungen der Marktgemeinde und des Landkreises, zeigte sich erfreut: „Alle Erwartungen, die wir in dieses Sport-Projekt gesteckt haben, wurden voll und ganz erfüllt.“ Auch Bruckmühls Rathaus-Chef Richard Richter war begeistert: „Das Miteinander von Menschen ohne Behinderung und Menschen mit Beeinträchtigung war einfach nur großartig und tief beeindruckend.“ Marina Pagel, die sportliche Leiterin des Nachmittags, ergänzte: „Drei Stunden Spiel, Sport und Spaß, Herz, was willst du mehr.“

Knapp 140 Teilnehmer
und viele Zuschauer

Das Koordinations- und Organisationsteam „Grotz-Pagel-Richter“ freute sich über die hohe Anzahl von Anmeldungen. So konnten auch größere Delegationen vom Handicap-Sport des SB-DJK Rosenheim und vom BRSV Rosenheim in Heufeld begrüßt werden. Bei ihrer kurzen Begrüßung zeigte sich Grotz erfreut, dass neben der Bruckmühler Rathausspitze auch einige Marktgemeinderäte und zahlreiche Zuschauer der Einladung gefolgt waren. Einen besonderen Dank richtete sie an die Marktgemeinde für die finanzielle Unterstützung der inklusiven Sportveranstaltung. Ein großes ehrenamtliches Helferteam, darunter viele Trainer und Übungsleiter der beiden Bruckmühler Sportvereine SV-DJK Heufeld und SV-DJK Götting, sorgte für einen reibungslosen und fairen sportlichen Wettstreit. Tatkräftige Unterstützung leistete auch die junge Handicap-Gruppe des SV-DJK Heufeld.

Im Mittelpunkt des inklusiven Sporttages stand der olympische Gedanke, gepaart mit hohem Spaß- und Lachfaktor. Die bunt gemischten Teams aus Behinderten, Familienangehörigen, Freunden, Trainern, Übungsleitern und Sportfans absolvierten sechs adressatengerecht zusammengestellte Spielstationen.

Ein Höhepunkt war der Ball-Speedometer, mit dem die Torschuss-Geschwindigkeit gemessen wurde. An der imposanten, 35 Quadratmeter großen XXL-Ball-Dartscheibe konnten die Sportfans ihre Geschicklichkeit beim Werfen oder Schießen beweisen.

Der optisch-farbliche Höhepunkt war die „Blazepod-Spielstation“. Das Licht-Reflex-Training, das mit den Füßen gespielt wurde, forderte die zentralen neuromotorischen Prozesse und trainierte schnelle Taktikwechsel und Reaktionsfähigkeiten auf spielerische Weise.

Für einen großen „Lach- und Spaßfaktor“ sorgte der Rollstuhl- und Gehwagen-Parcours, bei dem einige Hindernisse umkurvt und überwunden werden mussten. Bei der „Blauen Raupe“ war mit einem sieben Meter langen „endlos“ Gummi-Laufband guter Teamgeist und schnelle Kommunikation gefordert. Mit viel Feingefühl ging es schließlich bei der Boccia-Konkurrenz um die besten Nah-Platzierungen zum kleinen beweglichen Zielball. Eine Schminkstation zauberte den Teilnehmern und Besuchern ein breites Lächeln ins Gesicht. Eine kostenfreie Bewirtung der Teilnehmer, Betreuer und Gäste rundete die Veranstaltung ab.

Am Ende waren sich alle Beteiligten einig: Der inklusive Sporttag, organisiert von Menschen mit und ohne Beeinträchtigung für Menschen mit und ohne Beeinträchtigung, war wieder ein emotionales Erlebnis.

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