Obereichhofen – Der Münchner Wiesnrummel ist gerade vorbei, da bereitet man sich in den Dörfern Oberbayerns auf das eigene „Oktoberfest“ vor. Der dritte Sonntag im Oktober steht als Kirchweihsonntag im Kalender und ist als Kirta (von Kirchtag) auch heute noch ein Brauchtumsfest, das mancherorts vom ganzen Dorf gelebt wird.
Im kleinen Obereichhofen zwischen Lorenzenberg und Alxing in der Gemeinde Aßling findet heuer bereits zum 27. Mal der „Dorfkirta“ statt, eine gelungene Wiederbelebung der bäuerlichen Kirchweihfeste in altbairischer Tradition.
Dabei kann die Eichhofner Dorfmusik schon während der Vorbereitungen wieder auf die Mithilfe des ganzen Dorfs bauen, beim Säubern und Ausschmücken des Stadls oder beim Backen von Kuchen und Kirtanudeln.
Am Kirtasonntag, 20. Oktober, wird das Fest eröffnet von „de Junga“, das sind die Nachwuchsmusikanten der Eichhofner Dorfmusik. Anschließend gibt es dann das traditionelle große Musikantentreffen, zu dem wieder beliebte Gruppen der „echten“ Volksmusik eingeladen wurden. Im beheizten Eichhofner Zen’zn-Stadl (und bei schönem Wetter im Freien) werden bis in den Abend hinein verschiedene Musikgruppen ihre Instrumente erklingen lassen, nicht im konzertanten Bühnenprogramm, sondern „frei aufgspuit“ inmitten der Festbesucher.
Mit dabei sein werden dieses Jahr die Oberboarische Soatnmusi, Bichi Blech, Sundergauer Geignmusi und die Aigrischn Musi, um nur einige zu nennen. Zwischendurch gibt es eine Tanzeinlage der Kinder vom Aßlinger Trachtenverein und die Stadlküche serviert bodenständigen Kirtaschmaus wie Ente mit Blaukraut und Knödel oder gegrillten Schweinebraten. Dass am Sonntagnachmittag die hausgemachten Kirtanudeln und Kuchen der Nachbarsleute reißenden Absatz finden, gehört zum gewohnten Bild des Dorfkirta.
Der Kirtamontag, 21. Oktober, gehört dann ab 18.30 Uhr ganz den Klängen der „Eichhofner Dorfmusik“ und dem leiblichen Wohl der Festgäste.
Nach dem Motto „Früher war’s am Land a Feiertag“ wird in den Morgenstunden geschlachtet, um ab 19 Uhr Kesselfleisch zu böhmisch-bayerischer Blasmusik auftischen zu können.