Die Pfütze am Bahnhof soll weg

von Redaktion

Großkarolinenfeld plant Entwässerung im Bereich der südlichen Bike+Ride-Anlage

Großkarolinenfeld – Wer von der Südseite her zum Großkarolinenfelder Bahnhof möchte, bekommt unter Umständen nasse Füße. Denn im Bereich der neuen Bike+Ride-Anlage in der Lagerhausstraße bilden sich bei starkem Regen große Pfützen. Weil das bereits jetzt stört und im Winter zu ernsthaften Problemen führen könnte, hat der Gemeinderat in seiner vergangenen Sitzung über Lösungen diskutiert.

Untergrund
verdichtet?

Der Unterstand für Fahrräder auf der Südseite des Bahnhofs wurde erst vor wenigen Monaten eröffnet. „Er wird super angenommen“, berichtete Bürgermeister Bernd Fessler (Parteifrei). Er vermutet aber, dass bei der Errichtung der Untergrund verdichtet wurde, sodass Regenwasser nicht mehr ausreichend versickert. Wegen der Verkehrssicherungspflicht der Gemeinde bestehe Handlungsbedarf. Denn wenn es im Winter friert, könnte sich hier eine große Eisfläche bilden.

Wolfgang Osterloher vom Bauamt der Gemeinde, erklärte, dass es in der Lagerhausstraße keinen Regenwasserkanal gibt. Der Bauausschuss hatte daher an ein Planungsbüro den Auftrag herausgegeben, Lösungen zu untersuchen. Vorab wurden die Straße vermessen sowie ein Bodengutachten durchgeführt. Dieses habe Bodenverunreinigungen durch Schlacke sowie eine geringe Teerbelastung ergeben, sodass man mit Mehrkosten bei der Entsorgung des Aushubes rechnen müsse.

Gemeinderatsmitglied Michael Höhensteiger (FW-GBV) wollte wissen, ob auch Drainagen möglich wären. Osterloher erklärte, dass selbst mit Drainagen das Wasser irgendwo hinmüsse. Da der Untergrund stark verdichtet sei, könne es nicht abfließen.

Georg Schollerer vom Ingenieurbüro Roplan skizzierte, dass man einen neuen Regenwasserkanal westlich im Bereich der Straße Am Weiher anschließen würde. Die Strecke beträgt rund 165 Meter. Weil es in der Lagerhausstraße auch keinen Schmutzwasserkanal und keine Trinkwasserleitung gibt, hat er ein Konzept erarbeitet, bei dem alle Sparten Platz finden würden.

Problematisch seien die Bodenverhältnisse: Eine Schicht mit Torf reiche teilweise bis in vier Meter Tiefe, erst danach stoße man auf Seeton. Bis dorthin müsste der Boden ausgetauscht werden. Regen- und Schmutzwasserkanal müssten dann zusammen verlegt werden. „Es ist wie ein Fass ohne Boden“, bezeichnete der Planer das Vorhaben. Nach erster Schätzung würden sich Kosten von rund 198000 Euro ergeben.

Provisorium
untersucht

Neben dieser dauerhaften Lösung hat das Ingenieurbüro daher auch ein Provisorium untersucht. Dabei könnte ein reiner Regenwasserkanal mit geringerem Durchmesser nur für die Entwässerung des Regenwassers an der B+R-Anlage gebaut werden. Er würde am Straßenrand flach im Torf verlegt werden. Dabei würden sich zwar wahrscheinlich Setzungen ergeben, die aber aufgrund des geringen Gefälles akzeptierbar seien. Hierfür werden die Kosten auf rund 67000 Euro geschätzt.

Mit einer Gegenstimme sprach sich der Gemeinderat für die provisorische Lösung aus. Irmi Huber (CSU) erkundigte sich nach der Chance, dass die Realisierung noch vor dem Winter stattfindet. Das sei das Ziel und man werde es versuchen, hieß es vonseiten der Verwaltung.

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