Zwei Varianten für die Sanierung

von Redaktion

Kammern des Hochbehälters Schönau weisen gravierende Mängel auf

Tuntenhausen – Eine größere Investition im Hochbehälter der gemeindlichen Wasserversorgung in Schönau steht an: Die beiden älteren Wasserkammern weisen Mängel auf.

Bürgermeister Georg Weigl (CSU/FW) ging zuerst auf den Sachstand ein und erläuterte, dass das Gesundheitsamt jährlich die gemeindliche Wasserversorgung begutachtet. Bei der vergangenen Prüfung wurden dann bei den älteren Wasserkammern, die 1989 bereits gebaut wurden, Mängel festgestellt.

Weigl: „An den Wänden sind augenscheinlich Ausblühungen und Flecken zu erkennen.“ Eine Auswirkung auf die Trinkwasserqualität liegt aber nicht vor, so die für die Bürger beruhigende Aussage. Das daraufhin von der Gemeinde eingeschaltete Ingenieurbüro schätzt, dass eine vollständige Betonanalyse der Kammern erforderlich ist. Dabei sollen die Haftzugwerte (Ermittlung der Oberflächenzugfestigkeit), die Druckfestigkeit des Betons und die Bewehrungsüberdeckung (Mindestbetondeckung) sowie die Wassereindringtiefe (Widerstand des Festbetons) untersucht werden. Diese Analyse verursacht rund 18000 Euro an Kosten. Die Kosten für die mineralische Betonsanierung schätzte das Ingenieurbüro auf rund 40000 Euro für die Planung und weitere 200000 Euro für die Baumaßnahme.

Aber Weigl brachte noch eine zweite Variante ins Spiel, die Edelstahlvariante. „Einige Gemeinden in der Umgebung haben diese Möglichkeit gewählt und berichten nur Gutes“, so der Bürgermeister. Dabei wird in die bestehenden Kammern eine Edelstahlkammer eingepasst. Hier liegt der Kommune eine Kostenschätzung über rund 336000 Euro vor. Die Vorteile hier liegen in der längeren Haltbarkeit und einer einfacheren Reinigung.

Das Wasserwirtschaftsamt Rosenheim konnte auf Anfrage keine Empfehlungen zur Vorgehensweise geben, was der Bürgermeister bedauerte. Nun muss eine Vorortbesichtigung durch das Ingenieurbüro Klarheit schaffen. Diese findet im Oktober oder November statt. Dazu müssen aber die Kammern geleert werden.

Eine Entscheidung, welche Variante für die Sanierung der Kammern nun gewählt wird, soll dann in einer der kommenden Sitzungen des Gemeinderates gefällt werden.

Der Einwand von Maria Breuer, (ÜW Ostermünchen) welche Auswirkungen die Investition auf den Wasserpreis hätte, beantwortete Weigl mit gering. Markus Hauser und Franz Reil (beide CSU/FW) störten sich an den hohen Planungskosten der Ingenieurbüros. „Das ist üblich“, warf Weigl ein.Werner Stache

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