Au – Vor 17 Jahren wurde im Saal des legendären Gasthauses Beckenlehner der Verein „Oldtimerfreunde Au-Kematen-Dettendorf“ gegründet. 38 Anwesende traten dem Verein bei. Ziel und Aufgabe war es, historische Bulldogs, Autos, Motorräder, Schnauferl und technische Erntehelfer aus dem vorigen Jahrhundert zu erhalten und deren Tradition zu pflegen.
Inzwischen
168 Mitglieder
Hinzu kamen im Laufe der Jahre Baumaschinen und andere Gerätschaften, die einst halfen, die schwere Arbeit von Knechten und Mägden in der Landwirtschaft oder im Handwerk zu erleichtern oder auch zu ersetzen. Inzwischen gehören 168 Mitglieder der zusammenhaltenden und zusammenarbeitenden Gemeinschaft an. Zu den Ideengebern und treibenden Kräften gehörte Anderl Michalke zusammen mit einigen anderen Gleichgesinnten mit Vorliebe zu einem einzigartigen Hobby. Weit vor der Vereinsgründung widmeten sie sich ihren Dieselrössern, wie Eicher, Deutz, Fendt, MAN oder aus unterschiedlichen Einzelteilen zusammengeschraubten Gefährt und beteiligten sich an diversen Oldtimertreffen außerhalb des Vereinsgebiets. Am Gründungsabend wählten ihn die ersten Mitglieder zum Ersten Vorsitzenden. Ihm zur Seite standen Markus Kaffl als Zweiter Vorsitzender, Manfred Wechselberger als Kassier und Franz Scheidl als Schriftführer sowie beherzte und engagierte Kassenprüfer und Technikwarte und weitere Ausschussmitglieder. Nach 17 erfolgreichen Jahren entschloss sich der „Stoawieser Anderl“ (Heimat von Andreas Michalke am Großen Stein in Oberlengendorf bei Kematen) nicht mehr für eine weitere Amtszeit als Vorsitzender zu kandidieren. Es waren gesundheitliche Gründe, sich vom verantwortungsvollen Amt, das er mit Herzblut und Reichtum an Ideen geleitet hat, aufzugeben. Mit etwas und kaum erkennbarem Wehmut meinte er: „Es sei der Zeitpunkt gekommen, Verantwortung an einen Nachfolger abzugeben.“ Wie berichtet, leitet nach einstimmigem Votum sein bisheriger Stellvertreter, Markus Kaffl, als künftiger Erster Vorsitzender die Geschicke bei den Oldtimerfreunden. Dessen erste offizielle Amtshandlung war es, den langjährigen Ersten Vorsitzenden, Weggefährten und Freund zum „Ehrenvorstand“ zu ernennen. In seinen Dankesworten erinnerte Anderl Michalke an die ereignisreichen und unvergesslichen schönen Jahre, in denen er den Verein erfolgreich führen durfte. Seinen Rücken stärkten ihm vertrauensvoll und treu der engere Ausschuss sowie die Mitglieder. Prägend waren eine stete gute Zusammenarbeit sowie der vorbildliche Zusammenhalt etwa bei den Planungen, Vorbereitungen und Durchführungen von Bulldog- und Oldtimertreffen im Bad Feilnbacher Gemeindegebiet, die unzählige angenehme unvergessene Eindrücke hinterließen. Unvergessen bleiben die unzähligen Ausfahrten zu diversen Oldtimertreffen bei gleichgesinnten Vereinen in der Region, Stammtischzusammenkünfte oder die Vereinsausflüge. Jugendlichen jene historischen Sammelwerke, technisches Know- how und das begleitende Schrauber- und Mechanikerhandwerk nahezubringen, sei ihm und seinen Mitgliedern stets ein großes Anliegen gewesen und war mit ein Grund, einen „Jugendwart“ in den Vorstand mitaufzunehmen. Großes Interesse an technischen Raritäten vor dem Handy-, Smartphone- und PC-Zeitalter bekundeten Schüler, etwa an der Auer Schule, wie der frischernannte Ehrenvorstand, gegenüber der Zeitung hervorhob.
Innige
Freundschaft
Mithilfe von Michalke und seiner Mannschaft entstanden 2015 die „Oldtimerfreunde Miesbach und Umgebung“ wie deren Vorsitzender Erhard Pohl lobend erwähnte und seither auch eine innige Freundschaft gepflegt wird. Als Ehrenvorstand ohne große Führungsverantwortung schlägt Michalkes Herz weiterhin für die Oldtimerfreunde und steht ihnen, so weit es ihm möglich ist, mit Rat und Tat, zur Seite.