Vagen im Großen und Ganzen gut aufgestellt

von Redaktion

Informationsabend des Ortsbeirats – Abbruch des Gasthauses Schäffler Thema

Feldkirchen-Westerham – Vagen, drittgrößte Ortschaft in der 11000-Seelen-Gemeinde Feldkirchen-Westerham, will sich neu aufstellen. Bis zur Gebietsreform 1972 war es eine eigenständige Gemeinde. Diese Selbstständigkeit musste Vagen aufgeben, denn der neue Name der westlichsten Landkreis-Gemeinde ist seitdem Feldkirchen-Westerham. Damals war die Zusammenlegung ein kleines Erdbeben, dennoch wurde der bis dahin in Vagen amtierende Bürgermeister Max Reitner zum ersten Rathauschef der neuen Kommune Feldkirchen-Westerham gewählt.

52 Jahre sind seitdem vergangen. Der Vorsitzende des Ortsbeirats Vagen, Mathias Schmid, und sein Stellvertreter Andreas Haimerl nahmen dies zum Anlass, um an die Vergangenheit zu erinnern und dieser gleichzeitig das schon Erreichte und das noch Wünschenswerte gegenüber zu stellen. Daher hatten Mathias Schmid und Andreas Haimerl zu einem Informationsabend ins Boschnhaus eingeladen. 40 interessierte Besucher konnten sie begrüßen. Wegen einer Terminüberschneidung fehlten Bürgermeister Johannes Zistl und die fünf Vagener Gemeinderäte. „Natürlich wollen wir bei allen Überlegungen, Ideen und Gedanken unseren Bürgermeister und unsere Räte mit dabei haben“, sagten Schmid und Haimerl übereinstimmend.

Die allgemeine Bestandsaufnahme zeigte, dass Vagen im Großen und Ganzen gut aufgestellt ist. Die Präsentation erinnerte an die aktiven und mitgliederstarken Vereine, an den Kindergarten, an die Grundschule mit Mittagsbetreuung, das Boschnhaus, die Mehrzweckhalle mit Vereinsheim und die Wallner-Alm, die für alle Freizeitsportler mit Ski- und Schlittenhang gut aufgestellt ist.

„Mit einer Bäckerei, einem Automaten mit Metzgereiwaren und einem Lebensmittelgeschäft sei die Grundversorgung aller Vagener gesichert, zeigten sich Schmid und Haimerl überzeugt. Fehlen würde nach Ansicht des Ortsbeirats eine Praxis für einen Allgemeinarzt, eventuell ein Getränkemarkt und ein Friseur. Auch der schon beschlossene Abbruch des über 100 Jahre alten „Gasthauses Schäffler“ scheint vielen Vagenern nicht zu gefallen. „Darüber haben sich meine Familie und ich jahrelang Gedanken gemacht, der Abbruch ist beschlossene Sache“, sagte Georg Schäffler jedoch mit felsenfester Stimme. Wie es in Vagen weitergehen soll, was wünschenswert wäre, das soll schon bald in einer öffentlichen Versammlung diskutiert werden. me

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