Bruckmühl – Eine seit Tagen ausverkaufte „Kulturmühle“, Beifall schon vor dem ersten gespielten Ton, begeisterte Konzertbesucher, 117 Minuten Blasorchester-Genuss, 38 sympathische Musiker, eine spürbar gelebte Musikleidenschaft, 18 perfekt arrangierte Musikstücke und eine bestens aufgelegte Dirigentin – so lässt sich das mitreißende Herbstkonzert der Blaskapelle Bruckmühl kurz und knapp zusammenfassen.
Zahlreiche Stammgäste
Der Vorsitzende der Blaskapelle, Thomas Krapichler, freute sich bei seiner launigen Begrüßung über den großen Besucherzuspruch. Neben einer Vielzahl von Stammgästen konnte er Angehörige der Rathausspitze, Marktgemeinderäte, Vorstände und Dirigenten befreundeter Musikkapellen sowie Kathrin Flory vom Musikbund Ober- und Niederbayern und Landrat Otto Lederer begrüßen.
Die Konzertzusammenstellung mit einem facettenreichen Klangerlebnis stand unter dem Motto „Die Welt der Farben“. Dazu setzten Lichter den Konzertsaal harmonisch farblich in Szene. Für den ein oder anderen Lacher sorgten die Musiker während des Konzertes mit ihren humorvoll vorgetragenen Moderationen zu den einzelnen Musikstücken. Mit den ersten gefühlvollen Taktstockbewegungen gab Dirigentin Martina Riedl den Startschuss zum Musikerlebnis, das flott und beschwingt mit dem Konzertmarsch „Carpe diem“ von Alexander Pfluger begann. Es folgte der romantische Walzer „Fast Himmelblau“ von Kurt Gäble, bei dem sich strahlender Optimismus mit einem Hauch Melancholie vermischte.
Mit dem „Sternstunden“- Hochzeitsmarsch vom gleichen Komponisten präsentierten die Musiker nach der lockeren Anmoderation von Dirigentin Riedl „ein Musikstück, das einfach nur gute Laune macht.“
Harmonische Einheit mit perfektem Timing
Mit großem musikalischem Herzblut spannten die Musiker bei dem Musikstück „Honigmond“ den Bogen zum anspruchsvollen Musik-Genre. Bei der Oper von Sergei Prokofjew meisterte der große Klangkörper die schweren Passagen souverän als harmonische Einheit mit gut gesetztem Timing.
Musikalisch lud das engagierte Blasorchester mit „Voyage into the Blue“ sein begeistertes Publikum zu einem spannenden Flug in den blauen Himmel samt romantischer Landung im Morgenrot ein. Nach „z’Nachts“, einer wunderbaren Polka rund um eine laue Sommernacht unter einem Sternenhimmel von Sebastian Höglauer, ging es mit dem „Weiß-Blau-Marsch“ von Karl Edelmann beschwingt in die Pause.
Mit hohem Energielevel startete die Blaskapelle dann in die zweite „Musik-Halbzeit“. Nach der „Red Rocks Fanfare“ löste die Titelmelodie „Der Maus“ aus der gleichnamigen Fernsehsendung ein kollektives „Füße-Wippen“ unter den über 200 Blasmusik-Freunden aus.
Für den nächsten „Programm-Farbtupfer“ führte die bunte Melodien-Reise in die turbulenten 60er-Jahre mit einem Medley der „Pop und Rock Legends of the Mamas & The Papas“.
Ein schöner musikalischer Themenwechsel war der Zwischenstopp auf „der grünen Insel“ Irland. Beifall auf offener Szene erhielten die Musiker für ihren Streifzug durch die Bühnenshow „Lord of the Dance“ mit ihrer dramatischen, energiereichen irisch-keltischen Musik. Für das berühmte „Sahnehäubchen“ sorgte Patrizia Mecher mit ihrem Tin Whistle-Solo. Viel Vergnügen bereitete die Interpretation des Songs „Yellow“ von Coldplay. Dabei glänzte Florian Roith emotional mit seinem Saxofon-Solo.
Bei dem vorletzten Musik-Arrangement wurde es in der „Kulturmühle“ nicht nur optisch richtig bunt. Bildlich gesprochen „tanzten die Puppen auf der Musikbühne“. Mit der souveränen und schwungvollen Darbietung von „The Muppet Show Theme“ trafen die Musiker punktgenau „den Nerv“ ihrer Fangemeinde. Schon nach den ersten gespielten Takten ihrer Blasorchesterbearbeitung war die unvergessliche „Muppet Show“ aus dem Fernsehen im Konzertsaal greifbar.
Publikum
fordert Zugaben
Nach dem finalen „Kometenflug“ von Alexander Pfluger, der alle Facetten der Marschmusik in sich vereinte, forderten die begeisterten Konzertgäste mit lang anhaltendem Applaus drei weitere Zugaben.
Den Schlusspunkt setzte nach dem Udo-Jürgens-Hit „Vielen Dank für die Blumen“ und dem Konzertmarsch „Die Sonne geht auf“ traditionell der „Müller-zu-Prugg-Marsch“ von Dr. Michael Stacheder. Ein Bericht über Ehrungen folgt.