Bad Aibling – Brauchen Fahrgäste der Bayerischen Regiobahn (BRB), aber auch die Anwohner rund um den Bahnhof derzeit starke Nerven? Die Deutsche Bahn führt dort nämlich seit Dienstagfrüh, 0.30 Uhr, Bauarbeiten durch. Diese sollen noch bis Montag, 11. November, fortgesetzt werden. „Die Arbeiten dienen der Instandhaltung und sind für die Durchführung des sicheren Bahnbetriebs unerlässlich“, teilte der Konzern per Postkarte den Anwohnern im Vorfeld mit.
Arbeiten dauern
bis 11. November
„Für eine starke Schiene arbeiten wir in Ihrer Nähe an unseren Gleisen.“ So lautet der Titel der Postkarte, die am Samstag, 3. November, viele Anwohner rund um den Bad Aiblinger Bahnhof in ihrem Briefkasten vorgefunden hatten. Nach Angaben des Konzerns werden im Bahnhof bis Montag, 11. November, 5 Uhr, die Schwellen gewechselt. Diese tragen letztlich die Schienen und verteilen deren Belastung auf das Gleisbett. Da es sich um einen „reinen Schwellenwechsel“ handle, könne aber „auf besonders lärmintensive Arbeiten an der Bettung“ verzichtet werden, wie die Bahn weiter informierte.
Was das genau für die Anwohner bedeutet? Völlig unklar! Denn die Pressestelle der Deutschen Bahn lässt An- und Nachfragen der Redaktion des Mangfall-Boten bis Redaktionsschluss unbeantwortet. So lässt sich weder klären, wie die Arbeiten dort genau ablaufen und zu welchen Tages- und Nachtzeiten dort gearbeitet wird, noch, mit welchen möglichen Belästigungen Anwohner rund ums Bahnhofsgelände wirklich rechnen müssen. Die erste Arbeitsnacht verlief nach Angaben von Anwohnern jedoch ruhig. „Wir haben nichts gehört“, sagt beispielsweise eine Anwohnerin, die mit ihrem Mann an der Maximilianstraße quasi direkt gegenüber des Bahnhofs wohnt. „Allerdings liegt unser Schlafzimmer auch nicht auf der Seite der Gleise.“
Ein Besuch am Bahnhof am Dienstagmorgen, wo mehrere Bauarbeiter an Baggern und den Schwellen zugange sind, lässt zumindest vermuten, dass die Arbeiten auch während des Bahnbetriebs laufen. Seitens des Konzerns wurden für den Austausch der Schwellen im Bahnhof auch bislang keine Behinderungen oder Ausfälle im Zugverkehr angekündigt. Diese kann es laut einer Pressemitteilung der Bayerischen Regiobahn aufgrund von Schwellenerneuerungen aber am Donnerstag, 14., Freitag, 15., und Montag, 18. November, auf der Strecke München – Holzkirchen – Rosenheim geben. An diesen Tagen könne es „ganztags in beiden Richtungen bei ausgewählten Fahrten zu Fahrplanabweichungen und Zugausfällen“, kommen. Züge könnten teilweise früher abfahren und früher ankommen, als im Standardfahrplan angegeben.
Zeitlichen
Puffer einbauen
Aber auch was den derzeitigen Austausch der Schwellen im Bad Aiblinger Bahnhof anbelangt, kann BRB-Sprecherin Annette Luckner Verspätungen nicht ausschließen. „Darauf müssen sich unsere Fahrgäste leider einrichten“, teilte Luckner auf Anfrage des Mangfall-Boten mit. Damit der Fahrplan eingehalten werden könne und über den Tag keine zu hohen Verspätungen aufgebaut würden, „kann es zu Teilausfällen kommen“. Luckner: „Stand heute Mittag (Dienstag) handelt es sich allerdings bisher nur um Verspätungen von weniger als 15 Minuten.“ Eine Prognose für die kommenden Tage könne sie nicht abgeben und verweist darauf, dass das letztlich von den Bauarbeiten der DB InfraGO AG abhänge. Luckner: „Deshalb können wir Fahrgästen nur dringend raten, bei ihren Fahrten einen zeitlichen Puffer einzubauen.“