Tuntenhausen – Einen wahren historischen Schatz gibt es mit der Barockkrippe in Tuntenhausen zu bestaunen.
In der Adventszeit, der sogenannten „staden Zeit“, kann dieses Kunstwerk wieder besichtigt werden. Der Überlieferung zufolge wurde die Krippe vom bayerischen Kurfürsten Ferdinand Maria aus der Herrscherlinie der Wittelsbacher nach dem Tod seiner Frau Henriette Adelaide von Savoyen 1678 an die Wallfahrtskirche gestiftet.
Heute umfasst die Krippe rund 250 hölzerne Gliederpuppen. Viele der etwa 20 bis 27 Zentimeter großen Figuren stammen aus der Mitte des 18. Jahrhunderts, was auf spätere Ergänzungen und Erweiterungen schließen lässt. Die Figuren tragen die zur Barockzeit üblichen ländlichen und höfischen Trachten. Die Gewänder reichen von einheimischen Trachten, die viel über die ländliche Bekleidungskultur der Barockzeit verraten, bis zu höfisch-vornehmer Kleidung. Letztere besteht aus feinsten Gold- und Silberstickereien auf erlesenen Stoffen wie Seide, Samt und Damast.
Etliche Gebäudekulissen, Marktstände und verschiedenstes Zubehör ergänzen das Gesamtbild der Krippe. Gemeinsam mit den zahlreichen Tieren und vielseitigen Architekturkulissen formieren sie großartige Szenerien, die die historischen Geschehnisse um die Geburt Christi zum Leben erwecken. Das Besondere an der Barockkrippe ist auch ihre Darstellung. So ist nicht nur die Geburt Christi zu sehen, sondern auch weitere zehn Motive aus dem Neuen und Alten Testament, darunter die Huldigung der Drei Könige, der bethlehemitische Kindermord und die Hochzeit zu Kana. In einem beleuchteten Schaukasten mit einer Länge von fast zwölf Metern bietet die Krippe jedem Besucher eine gute Sicht auf die Geschehnisse.
An den drei Adventssonntagen ist sie jeweils von 13 Uhr bis 16 Uhr und in der Zeit vom 24. Dezember bis 6. Januar täglich von 13 Uhr bis 16 Uhr für Besucher geöffnet.
Weitere Informationen sind unter www.mariae-himmelfahrt@tuntenhausen.ebmuc.de. zu finden. ws