Lampferding – Die Nachfrage nach Selbsthilfekursen steigt. Das betonte Robert Schmitt, Präsident des Medizinischen Katastrophen-Hilfswerks (MHW), zu Beginn der Veranstaltung an der ehemaligen Raketenbasis. Viele Menschen verspüren das Bedürfnis, sich auf potenzielle Krisensituationen vorzubereiten. Das MHW bietet dafür seit über einem Jahrzehnt regelmäßig Kurse in Lampferding an und zeigt damit ein kontinuierliches Engagement, die Bevölkerung in Notfällen handlungsfähig zu machen. In diesen Kursen werden Grundkenntnisse zur Krisenvorsorge, Erste Hilfe und das richtige Verhalten in Katastrophensituationen vermittelt.
Die stets ausgebuchten Kurse veranlassten das MHW, über alternative Kursformen nachzudenken. So arbeitet Bernhard Rauscher seit fast eineinhalb Jahren an einem Online-Kurs. Peter Michael Mengele aus der Geschäftsleitung betonte, dass der Online-Kurs die gleichen Inhalte wie der Präsenzkurs haben werde. „Im Notfall müssen wir auf eine vorbereitete Gemeinschaft treffen“, forderte MHW-Präsident Robert Schmitt.
Das Online-Angebot umfasst verschiedene Filme von etwa zehn Minuten, die den Themen der Präsenzkurse entsprechen: Von Bevorratung für Notzeiten über „Selbst-ist-der-Mann“ bis zu Behelfstrinkwassergewinnung und Kochen ohne Strom. Das heruntergeladene Kursangebot enthält mit der Anmeldegebühr auch einen Notfallrucksack.
Matthias Fischer von der Pressestelle sieht in diesem neuen E-Learning den Weg der Zukunft. „Die Präsenzkurse zweimal jährlich wird es aber nach wie vor geben“, betonte er. Ziel ist es, so viele Menschen wie möglich zu erreichen.
Noch sind einige Tests notwendig, aber zum Jahresanfang 2025 will man an den Start gehen. Bei der kürzlichen Demonstration war Präsident Robert Schmitt jedenfalls sehr angetan. „Gut gemacht“, meinte er. ws