„Kein Platz für die Liebe“ feiert temporeiche Premiere

von Redaktion

Theater Bruckmühl bringt Komödie von Anthony Marriott auf die Bühne – Weitere Aufführungen kommendes Wochenende

Götting – „Kein Platz für die Liebe“, eine Komödie von Anthony Marriott und Bob Grant, hatten sich die Akteure vom Theater Bruckmühl als Herbststück ausgesucht. Eine anspruchsvolle Aufgabe, denn Anthony Marriott gehört zu den Urvätern des temporeichen, ursprünglich englischsprachigen Boulevardtheaters, das im Londoner Westend tausendfach erfolgreich aufgeführt wurde.

Unter der Regie von Verena Baier und Micha Höfer hatten alle Mitwirkenden intensiv geprobt. Nach dem appetitlich ausgestatteten Vorspeisenbüffet hob sich vor den erwartungsvollen Besuchern, zu denen auch die Ehrenvorsitzende des Vereins, Christa Kummert, gehörte, der Vorhang.

Worum geht es: In einem Hotel, das schon bessere Zeiten gesehen hat – und deshalb wenig frequentiert wird – will Dr. Garfield (Wast Ott) mit seiner jungen Sprechstundenhilfe Michele Underwood (Kathi Hörbrand) inkognito und ungestört als Mr. und Mrs. Jones das Betriebsklima verbessern. Geführt wird das Hotel von der eifrigen Managerin Maisie (Miri Huber), die alle Mängel überspielt, und dem Portier Albert (Peter Laufmann), der Arbeit nicht gerade erfunden hat.

Aber warum taucht die Frau des Doktors (Gitti Ott) im Hotel auf, noch dazu mit einer Harfe? Als das frischvermählte junge Ehepaar Clifford und Julie Jones (Stefan Schöffegger und Moni Vogele) anreist, um die Flitterwochen dort zu verbringen, herrscht trotz aller Bemühungen von Managerin Maisie Chaos auf allen Fluren. Doppelbuchungen, Verwechslungen bei Zimmern und Koffern sowie das exzentrische Musiker-Ehepaar Douglas und Gwendolyn Whiting (Michael Hess und Kathy Thomamüller) verschärfen die Situation. Kann ein steckengebliebener Lift für Atempausen sorgen?

Die Theaterer aus Bruckmühl liefern bei dieser Inszenierung eine herausragende Ensemble-Leistung. Die Rollen sind typgerecht bestens besetzt, Wortspiele und Pointen sitzen exakt und das für den Erfolg des Stücks zwingend erforderliche Tempo wird tatsächlich bravourös über drei Akte aufrechterhalten.

Ein Theaterabend, der wunderbare Unterhaltung bot. Entsprechend fiel dann der Premierenapplaus auch aus.

Das Theaterstück wird noch an folgenden Terminen in der Mehrzweckhalle in Götting gezeigt: Freitag, 15. November, sowie Samstag, 16. November, jeweils um 20 Uhr, Einlass ist ab 19 Uhr. Restkarten sind an der Abendkasse erhältlich.

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