Nachverdichtung im Fokus

von Redaktion

Bebauungsplan „Ostermünchen-Ost“ überarbeitet

Tuntenhausen – Die Gemeinde Tuntenhausen hat mit der Neuaufstellung des Bebauungsplans Nr. 88 „Ostermünchen-Ost“ eine bedeutende städtebauliche Nachverdichtung in Ostermünchen initiiert. Ziel ist es, Bauwünsche zu erfüllen, die Nachverdichtung voranzutreiben und den veralteten Bebauungsplan aus dem Jahr 1988 abzulösen. Der neue Plan umfasst eine Fläche von etwa 73000 Quadratmetern.

Plan „Buchfeldweg“
ist noch von 1988

Für den Großteil des Planungsgebietes gilt der bestehende Bebauungsplan Nr. 2 „Buchfeldweg“ aus dem Jahre 1988. „Dieser ist nicht mehr zeitgemäß“, betonte Bürgermeister Georg Weigl „Angesicht der hohen Nachfrage nach Wohnraum, insbesondere in der Region München/Rosenheim wollen wir hier nachverdichten und zusätzliche Wohnflächen auf größeren Grundstücken schaffen“, so Weigl weiter.

Der neue Bebauungsplan soll die bisherigen Pläne Nr. 2 „Buchfeldweg“ und Nr. 2a „Buchfeldweg-Erweiterung“ ersetzen und neue baurechtliche Voraussetzungen schaffen. Der Fokus liegt auf der städtebaulichen Umsetzung der Nachverdichtung, um den Flächenverbrauch für neue Siedlungen nachhaltig zu reduzieren.

Das Architekturbüro Blaesig Architekten GmbH hat bereits einen Planvorentwurf erstellt, der den Gemeinderäten vorgestellt wurde. Die großzügig bemessenen Baufenster im neuen Plan ermöglichen eine flexible Bebauung und sollen eine maßvolle Nachverdichtung sicherstellen. Die Größe der Baukörper wird durch maximale Grundflächen und die Begrenzung der Gesamtlänge der Gebäude beschränkt, um die Baukultur Tuntenhausens zu bewahren. Reihenhäuser sind ausgeschlossen. Bauwerbern wird die Möglichkeit eingeräumt, bei Projekten, die mindestens ein Drittel der Wohneinheiten als öffentlich geförderten Mietwohnungsbau vorsehen, eine höhere Wandhöhe zu planen. Im Übergangsbereich zum Mischgebiet im Ortskern von Ostermünchen sind drei Vollgeschosse zulässig, ansonsten sind zwei Vollgeschosse vorgesehen. Zudem sind öffentliche Parkflächen für Besucher geplant, um die Flächenversiegelung zu minimieren.

Johann Stürzer (CSU/FW) äußerte Bedenken wegen „Klötzen“, was von weiteren Räten unterstützt wurde. Verwaltung und Architekturbüro werden daher prüfen, wie mit großen Grundstücken umgegangen werden könne. Bürgermeister Weigl fragte, ob zunächst die Einwände bearbeitet oder ein Aufstellungsbeschluss gefasst werden solle. Man entschied sich für Letzteres, um die erwarteten Einwände der Träger öffentlicher Belange direkt einarbeiten zu können.

Räte sind
sich einig

Der Gemeinderat beschloss einstimmig die Neuaufstellung des Bebauungsplans Nr. 88 „Ostermünchen-Ost“.

Gleichzeitig billigten die Räte den Vorentwurf und beauftragten die Verwaltung, die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung und die Beteiligung der Behörden durchzuführen.

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