Ostermünchen – Für den Bebauungsplan Oberrainer Feld Süd wurden erneut ein städtebaulicher Entwurf sowie eine neue Erschließungsplanung diskutiert. Grund dafür ist der Wegfall des Flurstücks 2230, was die Rahmenbedingungen erheblich verändert hat.
Diplom-Ingenieurin Kathrin Geßl vom Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München erläuterte den Räten und wenigen Zuhörern die wesentlichen Änderungen der neuen Planung. Anstelle einer Ringerschließung ist nun eine Stichstraße mit Wendeschleife vorgesehen, und es gibt öffentliche Verkehrsflächen an der südlichen Erschließungsstraße.
Von den 33 zur Stellungnahme aufgeforderten Behörden und Trägern öffentlicher Belange äußerten sich zehn. Die Regierung von Oberbayern thematisierte den Flächenbedarf. Die Verwaltung betonte die Notwendigkeit der Erweiterung: „Wir haben wesentlich mehr Anfragen, als es aktuell Flächen gibt“, erklärte Bürgermeister Georg Weigl. Der angemeldete Bedarf übersteigt die im Plangebiet Oberrainer Feld verfügbaren Flächen.
Die Bauleitplanung des Landratsamtes plant, die Verkaufsfläche bei Einzelhandelsbetrieben von 700 auf 800 Quadratmeter zu erhöhen. Aufgrund früherer Erfahrungen wurden auch Vorgaben zur Unterordnung einer betriebszugeordneten Wohnung durch Größenangaben eingebaut. Die Stadtplanerin erläuterte, dass aufgrund fehlender Rechtsgrundlage die Begrenzung der Betriebsleiterwohnung auf eine Wohnung je Baugrundstück entfällt.
Die Untere Naturschutzbehörde kritisierte die extrem breite Straße von 8,5 Metern und den damit verbundenen hohen Versiegelungsgrad. Die Gemeinde möchte jedoch daran festhalten, da in den 8,5 Metern Breite auch ein Seitenstreifen von zwei Metern für Bäume und Stellplätze vorgesehen ist. „Wir brauchen im Gewerbegebiet Straßen, die funktionieren“, betonte Bürgermeister Weigl etwas barsch.
Das Wasserwirtschaftsamt wies darauf hin, dass es in dem Gebiet zu Überflutungen kommen kann. Die Gemeinde schätzt jedoch, dass die Überflutungsthematik aufgrund der Topografie keine bedeutende Rolle spielt, und rechnet nicht mit Sturzfluten durch Starkregen. Mit 19 zu 0 Stimmen nahm der Gemeinderat die Planung zur Kenntnis und billigte den Entwurf. Die Verwaltung wird das weitere Verfahren in die Wege leiten. ws