Bruckmühl – Wie zu den legendären Zeiten des deutschen Wirtschaftswunders in den 1950er-Jahren, als die 48-Stunden-Woche für sechs Tage galt, haben die Stockschützen des SV Bruckmühl (SVB) bei ihrem Terrassen-Erweiterungs-Projekt eine beeindruckende „Just-in-Time-Arbeit“ geleistet.
Bereits sechs Tage nach dem Spatenstich (wir berichteten) begannen die Arbeiten im Außenbereich rund um das „SVB-Stock-Häusl“. Nach weiteren sechs Tagen war das Projekt abgeschlossen, und wiederum nach drei weiteren Tagen fand die offizielle Einweihungsfeier statt.
Am Ende der „Sechs-Tage-Arbeitswoche“ verzeichnete das Bau-Team des SVB unter der Leitung von Max Plank 195 ehrenamtliche Arbeitsstunden. Das SVB-Sextett transportierte unter anderem 36 Kubikmeter Humus und Erde sowie 27,5 Kubikmeter Rollkies. Zudem wurden 6544 Kilogramm Schottersteine verarbeitet und 34 Quadratmeter Pflastersteine verlegt. Für die dem Geländeniveau angepasste Einfassung des Terrassenbereichs mussten 119 Natursteine mit einem Einzelgewicht von rund 53 Kilogramm gesetzt werden. Das finale „Fein-Tuning“ der beiden Stockbahnen erfolgte durch den Einsatz einer großen Kehrmaschine und Muskelkraft mit etlichen Litern Wasser.
Nachdem die letzte Schaufel in die Ecke gestellt war, zeigte sich SVB-Stockschützen-Chef Franz Wasl begeistert: „Das war eine perfekte Teamarbeit, alles lief wie bei einem Schweizer Uhrenwerk. Was hier in ehrenamtlicher Arbeit geleistet wurde, verdient allergrößten Respekt.“
Stolz zeigte sich auch der stellvertretende Spartenvorsitzende Hans Binder darüber, dass die Baumaßnahme mit eigenen Finanzmitteln der SVB-Stockschützen gestemmt werden konnte. Grundlage dafür ist das über mehrere Jahrzehnte lange und ehrenamtliche Engagement der Stockschützen beim Bruckmühler Volksfest mit einem eigenen Barbereich für alkoholfreie Getränke.
Zur Einweihungsfeier fand sich eine elfköpfige Delegation um die Spartenleitung am Stockschützen-Häusl ein. Dabei durchschnitt der Stockschützen-Chef mit einer guten Portion Emotionen das rote Einweihungsband. Mit einem gemeinschaftlichen „Sekt-Prosit“ wurde das kleine Bauwerk schließlich seiner künftigen Bestimmung offiziell übergeben. tn