Erfolgsgeschichte namens Weibamarkt

von Redaktion

Großer Besucherandrang an allen drei Tagen in Ausstellungshalle und auf Festwiese

Bad Aibling – Der Weiba-markt ist seit seiner Premiere 2002 am Gasthaus Pfeiffenthaler in Bad Feilnbach bis aktuell in und an der Ausstellungshalle in Bad Aibling ein absoluter Erfolgsschlager. Dies bestätigten am Wochenende zahlreich glückliche und zufriedene Frauen und durchaus auch Männer, die sich die inzwischen 40. Ausgabe des Marktes, begleitet von herrlichem spätherbstlichem Sonnenschein, aber teils auch frostigen Temperaturen nicht entgehen ließen.

In Scharen flanierten die Besucher entlang der zahlreichen Stände auf dem weiträumigen Außengelände oder in der Ausstellungshalle. Hingucker mit Blick auf den bevorstehenden Advent und das Weihnachtsfest waren jahreszeitliche Accessoires wie Advents- und Türkränze, Tannen- und Mistelzweige, Zauberfeen aus Filz und Wolle, Glücksengel, Kerzen und kreative Geschenkideen.

Duftendes, Heilendes und Schmackhaftes

Das Angebot an handwerklich hergestellten Kunstwerken, wohlriechenden Kräuterprodukten, Schmuck, Strick-, Holz-, Leder- und Filzwaren, Trommeln, Räucherwerk und Esoterischem war wie immer enorm vielfältig. Ebenso die kulinarische Auswahl, die von frischen Dinkelschmalznudeln und heißen Maroni über Kletznbrot und handgeschöpfte Schokolade bis zu Kasspatzen und hausgemachtem Zwetschgenglühwein reichte. Sehr gut besucht war wieder das Vortragszelt, in dem fachkundige Referentinnen Wissenswertes und Ratschläge zum inneren und seelischen Wohl vermittelten.

Ein Blick hinter die Kulissen sowie Meinungen zum Markt, der im Frühjahr und Herbst das Marktgelände in ein Mekka magischer Düfte, Kult und Rituale verzaubert: Für die ersten 30 „Weiba-märkte“ zeichneten Agnes Singer und ihre entschlossenen „Weiba“ auf der Tenne und im Außenbereich der Bad Feilnbacher Traditionsgaststätte Pfeiffenthaler verantwortlich. Mit von der Partie war Gerda Maria Vielhauer, die in Bad Feilnbach noch als Standlerin auf sich aufmerksam machte und inzwischen zum zehnten Male den Weibamarkt in der Bad Aiblinger Ausstellungshalle und auf dem Festplatz organisierte. Die Spezialistin für „energetisches Räuchern“ und „spiritistisches Trommeln“ empfand den einstigen Standort als sehr schön. Jedoch sei er im Laufe der Jahre zu klein geworden und erfüllte auch nicht mehr die Voraussetzungen für die erforderlichen Genehmigungen für einen Marktbetrieb. Auch der zwischenzeitliche Standort Eulenau erwies sich trotz malerischer Lage aufgrund verschiedener Probleme wie Infrastruktur, Verkehr und Parkmöglichkeiten als weniger geeignet. Die Ausstellungshalle und ihr Freigelände in Bad Aibling biete aber ausreichend Raum, was von Ausstellern und Gästen aus der Region und weit darüber hinaus geschätzt wird. Lediglich die Corona-Pandemie sorgte in all den Jahren für eine ungebetene Zwangspause.

Eines der „Urgesteine“ der Kultveranstaltung ist seit der Weibamarkt-Premiere Marcela Mahler, die mit Säften, Marmeladen und Brotaufstrichen oder aktuell den „Heißen Pfeiferln“ zahlreiche Genießer an ihren „Sweety-Wagen“ lockt. Hilfreiche Unterstützung erfährt sie von Dieter Flörs und Tochter Maralen.

Von damals
bis heute

Seit 2005 wertschätzen Kundinnen die bunten Seidentücher von „Hüftschmeichlerin“ Morgana-Rot aus Amerang. Diana Audi Kalinka aus Au, seit 2010 ständig und heuer zum 28. Mal mit ihren Zirbenprodukten vertreten, erinnert sich noch an die kalten und zugigen Feilnbacher Markttage. Sie hat Bad Aibling und die vielen Leute, die an ihrem Stand haltmachen, äußerst lieb gewonnen.

Einst regierten überwiegend „Weiba“ als Standler das Marktgeschehen. Inzwischen sind auch Männer oder Paare mit ihren Kreationen auf dem Gelände oder in der Halle vertreten und schätzen das Publikum mit Interesse an ihren Produkten. Zu ihnen gehören unter anderem auch Claudio und Katharina Prinoth aus Klausen (Südtirol) mit ihren „Orgon Power-Kristallen“ und Oliver Ritter mit seinen weiblichen Bronze-Skulpturen und -Göttinnen. Zu den Neulingen, und auf Anhieb begeistert, gehören Ivana und Martin Lechner aus Brannenburg, die erstmals mit ihren verführerischen Duftkerzen in Bad Aibling vertreten waren.

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