Irschenberg – Der Förderverein Caritas Kinderdorf Irschenberg unterstützt seit 54 Jahren die Jugendhilfeeinrichtung. Kürzlich fand die jährliche Mitgliederversammlung statt, bei der die 20 stimmberechtigten Mitglieder über die Verwendung der Finanzmittel entschieden. Die Geschäftsführerin des Fördervereins und des Caritas Kinderdorfs, Pia Klapos, gratulierte zu Beginn Ilse Aigner, der Vorstandsvorsitzenden des Fördervereins, zu ihrer sechsjährigen Amtszeit als bayerische Landtagspräsidentin.
Mitgliederzahl
steigt weiter an
Die 208 Mitglieder des Vereins setzen sich aus Politik, Wirtschaft, Kirche, Caritas sowie der ehemaligen Dorfleitung und Betreuten des Kinderdorfs zusammen. Felix Stahl, ein ehemaliger Bewohner und jetziger Geschäftsleiter in Fischbachau, ist seit 2013 ehrenamtlich als Schatzmeister tätig. Er präsentierte im Prälat-Müller-Saal den Finanzbericht und die Haushaltsplanung für das kommende Jahr. Stahl berichtete von einem kontinuierlichen Anstieg der Mitgliedsbeiträge und einem stabilen Niveau bei den Spendeneinnahmen seit 1998. Nach der Entlastung des Vorstands informierte Dorfleiterin Pia Klapos über das vergangene Geschäftsjahr, neue Konzepte, Projekte und den Fortschritt des Schulbaus. Ein zentrales Thema ist die Mobilität der Kinder und Jugendlichen. Die Einführung des Hoibe-Hoibe-Taxis kann die Abschaffung des Anrufsammeltaxis nicht ausgleichen, da Taxifahrten nach Miesbach und zurück kostspielig sind. Fahrten nach Bruckmühl sind aufgrund der Lage im Landkreis Rosenheim nicht möglich. Durch die mäßige Anbindung Irschenbergs an den öffentlichen Nahverkehr entstehen hohe Aufwendungen, damit Jugendliche pünktlich zu ihren Ausbildungsstätten und wieder zurückkommen können.
Um die Mobilität in den Sommermonaten zu verbessern, erwägt Klapos die Anschaffung von E-Bikes und einem Motorroller. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Personalgewinnungs- und -bindungsmaßnahmen, um die Kinderdorfhäuser mit motivierten Fachkräften zu besetzen. Fortbildungen, Betriebsausflüge und Feste für die Mitarbeiter sind Teil dieser Maßnahmen.
Schwester Henriette Leisgang hört auf
Im Vorstand gab es eine Veränderung: Wolfgang Hodbod, ehemaliger Dorfleiter, übernimmt die Nachfolge von Schwester Henriette Leisgang, die über drei Jahrzehnte als Beisitzerin im Förderverein tätig war.
Ilse Aigner und Pia Klapos dankten Schwester Henriette und Prälat Bernhard Piendl, der den Verein ebenfalls aus Altersgründen verlässt.
Gabriele Stark-Angermeier bleibt weiterhin als Vertreterin des Caritasverbandes der Erzdiözese München und Freising Beisitzerin im Verein.
Ohne die Unterstützung des Fördervereins wären viele Projekte, die den Kindern und Jugendlichen zugutekommen, nicht möglich. Zahlreiche Mitglieder und Spender tragen zur nachhaltigen Förderung des Kinderdorfs bei. Über die satzungsgemäße Mittelverwendung entschied erneut die jährliche Mitgliederversammlung.