Bad Aibling – Das Team des palliativmedizinischen Dienstes der Romed-Klinik organisierte kürzlich eine Gedenkfeier für verstorbene Palliativpatienten. Zahlreiche Familienangehörige sowie Mitarbeitende, Pflegekräfte und Ärzte folgten der Einladung und trugen zu einer tief bewegenden Feier in der Klinikkapelle bei. Palliativärztin Annette Grüber, Leiterin des palliativmedizinischen Dienstes, begrüßte die Anwesenden mit warmherzigen und persönlichen Worten und leitete einfühlsam durch das Programm.
Das künstlerisch palliative Team, bestehend aus Brigitte Wagner und Kerstin Haas, schlug Klangschalen an, nachdem die Namen der Verstorbenen vorgelesen und große Kerzen auf dem Altar entzündet wurden. Die Feier wurde von Gemeindereferentin und katholischer Klinikseelsorgerin Elisabeth Boxhammer mit christlichen Texten begleitet. Musikalisch umrahmten Dragan Miljkovic am Klavier und Kerstin Haas an Klavier und Monochord den Abend.
Ein besonderer Moment der Zeremonie war das Entzünden von Schwimmkerzen in einer großen Wasserschale. Angehörige und Mitarbeitende legten die Kerzen in die Schale – ein kraftvolles Symbol für gemeinsames Erinnern und Handeln. „Es ist jedes Jahr faszinierend, die Veränderungen in der Schale wahrzunehmen“, berichtete eine Mitarbeiterin. Viele Besucher beobachteten gebannt die Anordnung und Bewegungen der Kerzen und Blüten. Dieses „Bild“ verlieh der Zeremonie eine geheimnisvolle Stimmung. Es bildeten sich Kreise, dann wieder eine Linie, es formierten sich Gruppen und manche Kerzen standen ganz für sich alleine.
Im Anschluss waren alle zum Gedankenaustausch und persönlichen Gesprächen eingeladen, was der Gedenkfeier einen besonders verbindenden und tröstenden Charakter verlieh.