Ellmosen – Nach der Eucharistiefeier in der Kirche St. Margareta, die vom Männerchor Ellmosen gestaltet wurde, versammelten sich die Mitglieder der Ortsvereine mit ihren Fahnenabordnungen am Kriegerehrenmal. Pfarrer Philipp Kielbassa und Diakon Klaus Schießl hielten eine Andacht und beteten für den Frieden im Glauben an Gott.
Der Vorsitzende der Feuerwehr Ellmosen, Bernhard Wagner, erinnerte anlässlich der Jubiläumsfeier zum 150-jährigen Bestehen der Feuerwehr an die Gründung der Hilfseinrichtung im Jahre 1874. Als Zeichen des Dankes und im Gedenken an die verstorbenen Kameraden legte er einen Kranz nieder.
Felix Schwaller, Vorsitzender des Veteranen- und Kriegervereins Ellmosen-Harthausen, gedachte der gefallenen, vermissten und toten Kameraden der beiden Weltkriege des letzten Jahrhunderts. Er erinnerte auch an die zivilen Opfer, die Opfer der Rassenideologie, des Holocausts und der Euthanasie. Schwaller äußerte seine Besorgnis über weltweit zunehmende diktatorische und autokratische Entwicklungen, von China über Nordkorea bis Russland und auch in den USA. Er sprach die Unversöhnlichkeit zwischen Israel und Palästina an und erwähnte die Terrormilizen Hamas und Hisbollah sowie die Gewalt in Syrien und Iran. Er mahnte, dass die Menschheit wenig aus der Geschichte lerne und dass Hass und Hetze zunehmend die Oberhand gewännen.
Trotz der relativen Ruhe in Ellmosen betonte Schwaller die Notwendigkeit, die Freiheit und den Frieden als Grundpfeiler der Demokratie zu schützen. Er legte im Namen der Ortsvereine einen Kranz nieder, um der Geschichte zu gedenken und die Lehren daraus zu ziehen, dass Kriege keine Lösung sind. Die Gedenkfeier wurde mit dem Lied vom guten Kameraden, intoniert von der Dreder Musi, und einem Ehrensalut aus drei Böllerschüssen abgeschlossen.