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Premiere in zweierlei Hinsicht

von Redaktion

Matthias Millauer bringt sein Erstlingswerk als Autor und Regisseur auf die Bühne

Bad Feilnbach Am kommenden Freitag, 22. November, gibt es in Bad Feilnbach eine Theaterpremiere – und das in mehrfacher Hinsicht. Zum einen feiert die Komödie „Wen wundert’s?!“ ihre Welturaufführung und zum anderen ist es das erste Werk von Matthias Millauer, das die Spieler des „Edelweißtheaters“ im Heimgarten präsentieren. In einem Interview mit dem Mangfall-Boten hat der Autor und Regisseur des Stücks verraten, wie es dazu kam und wie viel Arbeit in der Inszenierung steckt.

Was hat Sie dazu
bewegt, selbst ein
Theaterstück zu
schreiben?

Es gab mehrere Gründe. Zum einen haben mich viele der Stücke, die ich gelesen habe, nicht wirklich überzeugt. Zum anderen haben mich meine Theaterkollegen Markus Scheble, Wast Kolb und Martin Gasteiger inspiriert, die mir gezeigt haben, wie man erfolgreich Stücke schreibt. Außerdem wollte ich etwas schaffen, das auch andere begeistert und bereichert.

Wie lange hat es gedauert, von der ersten Idee bis zum fertigen Stück?

Von der ersten Idee bis zum fertigen Skript hat es genau elf Monate gedauert. Wobei:

„Fertig“ war es da noch nicht wirklich. Da ich das Stück selbst inszeniere, konnte ich viele meiner Ideen direkt ausprobieren und schauen, ob sie so funktionieren, wie ich es mir vorgestellt hatte. Während der Proben kamen auch viele wertvolle Anregungen von den Darstellern, und es sind tatsächlich noch ein paar Fehler aufgefallen, die einem beim bloßen Lesen nicht aufgefallen wären. Einige kleinere Anpassungen habe ich noch während der Proben vorgenommen. Erst jetzt kann ich wirklich sagen: „Es ist fertig.“

Woher nehmen Sie
die Inspiration für die
Geschichte und
alle Charaktere?

Ein Großteil kommt aus meiner eigenen Vorstellungskraft. Doch dann frage ich mich immer: Ist es umsetzbar? Ist es realistisch und glaubwürdig? Manche Ideen entstehen spontan beim Schreiben, durch Erinnerungen aus meinem eigenen Leben oder durch Eindrücke aus Filmen und Serien.

Nach welchen Kriterien entscheiden Sie, welche Darsteller Sie für das Stück auswählen?

Bei der Besetzung achte ich vor allem darauf, dass das Alter der Schauspieler zum Charakter passt. Auch bei den körperlichen Merkmalen habe ich oft ganz konkrete Vorstellungen. Aber ich sage immer: „Spielen kann jeder – es braucht nur jemanden, der sagt, wie!“ Die Chemie zwischen den Darstellern ist ebenfalls wichtig, da sie das Stück und die Rollen glaubhaft machen müssen.

Die Zuschauer erwarten einen hoffentlich unterhaltsamen Theaterabend. Wie viel Arbeit steckt hinter der Produktion, bis ein Stück auf der Bühne steht?

Da steckt unglaublich viel Arbeit dahinter. Im Grunde genommen beginnen wir schon über ein Jahr vorher mit der Planung eines Stücks: die Terminsuche, erste Absprachen mit den Darstellern und erste organisatorische Schritte. Ab Juni beginnen dann die Proben, die in der Regel zweimal pro Woche stattfinden. Vier Wochen vor der Premiere geht es dann in die „heiße Phase“, für die wir viele helfende Hände benötigen – die wir glücklicherweise bei den Edelweiß-Theaterern auch haben. Gemeinsam organisieren wir alles, vom Kartenvorverkauf über den Umzug der Bühne samt Technik bis hin zur Küche, dem Service und dem Getränkeverkauf. Trotz der vielen Arbeit macht es sehr viel Spaß, und der Applaus der Zuschauer ist dann die Belohnung für unser gemeinsames Werk.

Interview: Konrad Kriechbaumer

Premiere ist am 22. November

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