Von Engeln und ersten Rendezvous

von Redaktion

„Bunter Abend“ in Ellmosen begeistert Publikum mit Einaktern und Gesangseinlagen

Ellmoosen – Der „Bunte Abend“ ist seit den 1970er- Jahren ein fester Bestandteil des Kulturlebens der Region und zieht zahlreiche Besucher aus nah und fern an. Kürzlich bewies der Gesangsverein Ellmosen erneut, warum diese Veranstaltung über Jahrzehnte hinweg so erfolgreich ist. Das Konzept „Theater und Musik am laufenden Band“ begeisterte das Publikum im voll besetzten „Kriechbaumer“-Saal. Der Vorsitzende des Vereins, Alois Hundhammer, zeigte sich erfreut über die hohe Besucherzahl und die Anwesenheit prominenter Gäste wie Altbürgermeister Felix Schwaller und Bürgermeister Stephan Schlier. Unter der engagierten Leitung von Martin Schweiger präsentierte der Verein ein facettenreiches Programm aus humorvollen Theater-Einaktern, Sketchen und mitreißenden Musikdarbietungen. Besonders hervorgehoben wurde der Premierenauftritt neuer, junger Talente, die ihr Debüt auf der Bühne feierten.

Nach einem ersten Auftritt des Männerchors, unter der Leitung von Karl Liebscher, der bereits seit 25 Jahren das Zepter schwingt, startete der bunte Programmreigen mit dem Stück „Die Mücke“.

Beim schnellen Bühnenumbau bewiesen die Ellmosener auch organisatorisches Geschick, nicht nur beim Platzieren eines Doppelbettes mitten auf der Bühne, in dem sich Elfriede und Rudi Huber (Andrea und Hans Rieder) beim Einschlafen mit einer Mücke plagen mussten. Bald entwickelte sich ein wilder Kampf im Ehebett. Zwischen den Einaktern sorgte die Dreder Musi für die musikalische Unterhaltung.

An den „Münchner im Himmel“ erinnerte man sich beim Stück „Wolke Bier“, das die beiden Engel (Andreas Karl und Josef Katzmair) treffend spielten. Nach dem Einakter „Sport“ kamen die „Handwerker“, wo sich der Vater (Alois Hundhammer) freute, dass seine Tochter (Elisabeth Zweckstetter) einen Handwerker als Freund ins Haus holte. „Wer will fleißige Handwerker sehen, der muss nach Ellmosen gehen“, hieß es dann am Ende.

„Sterben und Erben“ war ein Einakter, der trefflich eine häufig vorkommende Situation im Leben inszenierte: den Streit ums Erbe. Dass aller Zank in diesem Fall vergeblich war, zeigte das überraschende Ende. Denn die Verstorbene hatte nicht etwa das Zeitliche gesegnet, sondern „urlaubte“ auf den Malediven.

Mit den Klassikern von Udo Jürgens „Griechischer Wein“ und „Aber bitte mit Sahne“ verabschiedeten der Männerchor und die Woider Sänger das Publikum in die Pause. Musikalisch eröffneten sie danach mit „Always Look on the Bright Side of Life“ den zweiten Teil mit weiteren Einaktern, die beim Publikum Lacher ohne Ende und beinahe schon enthusiastischen Beifall hervorriefen. Besonders Grünwalds Freitagscomedy „Junggesellenabschied“ heizte die Stimmung im Saal an. Martin Schweiger und Georg Kunert glänzten in ihren Rollen und interpretierten die Charaktere von Günter Grünwald und Hannes Ringlstetter nahezu perfekt.

Lustige Erinnerungen an das erste Rendezvous wurden im Stück „Das erste Date“ geweckt, in dem Albert Glas und Melanie Kunert als „Gorilla 55“ und „Zuckermaus 45“ vergeblich um Gemeinsamkeiten rangen – ein unterhaltsamer Höhepunkt, den das Publikum mit vielen Lachern honorierte. Kurz darauf betraten erneut die „zwei Engel“ (Karl und Katzmair) die Bühne und begeisterten mit einem weiteren humorvollen Sketch.

Den Schlusspunkt der neun Einakter setzte „Das Gesangstalent“, bevor der Männerchor das Publikum mit dem Lied „Vielen Dank für die Blumen“ von Udo Jürgens – in das die Gäste begeistert miteinstimmten – in die letzte Runde des gut dreistündigen Programms führte. Zum krönenden Abschluss bedankte sich Alois Hundhammer für den begeisterten Applaus und überraschte das Publikum mit einer mitreißenden Zugabe des Liedes „Cordula Grün“.

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