Bad Aibling – Mit einer feierlichen Veranstaltung ehrte Bad Aibling kürzlich seine erfolgreichsten Sportler und unterstrich damit erneut seine Tradition als Sportstadt. Bürgermeister Stephan Schlier betonte in seiner Ansprache im Kurhaus-Konzertsaal: „Sport ist viel mehr als nur Bewegung. Er verbindet Generationen, fördert den Teamgeist und inspiriert uns alle, über uns hinauszuwachsen.“ Leistungssport fördere Ehrgeiz, Durchhaltevermögen und das klare Bewusstsein, seine Ziele zu erreichen. Dazu gehöre auch viel Leidenschaft und Disziplin, so der Rathaus-Chef. „Als Bürgermeister macht es mich stolz zu sehen, welches Sportangebot hier in unserer Stadt angeboten wird“, erklärte er und fügte hinzu: „Ich bin begeistert und stolz auf die Leistungen, die wir heute ehren.“
43 Sportler aus
sieben Vereinen
Zusammen mit Moderator Klaus Morhammer, der die beeindruckende Leistungsbilanz der 43 Aiblinger Sportler aus sieben Vereinen präsentierte, nahm Schlier die Ehrungen vor und übergab Urkunden und Gutscheine. Geehrt wurden Sportler, die entweder in Bad Aibling wohnen oder für einen örtlichen Verein starten. Den Auftakt der Auszeichnungen machten die Rettungsschwimmer. Anke Kürpick von der DLRG Ruhpolding errang unter anderem die deutsche Meisterschaft in den Disziplinen „50 Meter Retten“ und „100 Meter Hindernisschwimmen“. Sebastian Kürpick gewann mit dem Bayern-Kader Gold beim internationalen Speedlifesaving. Die Konkurrenz von der Aiblinger Wasserwacht holte sich mit dem Rettungsschwimmteam „Voyager“ die bayerische Jugendmeisterschaft.
Treffsicher zeigten sich zwei Aktive der Altschützengesellschaft Pullach: Stefanie Hundhammer belegte bei den bayerischen Jugendmeisterschaften mit der Luftpistole den dritten Platz und Roberto Lehmann wurde in der gleichen Disziplin bayerischer Juniorenmeister.
Auch die Motorsportler des AMC sicherten sich Podestplätze. Corinna Frerichs und Andreas Weiss gewannen jeweils Bronze bei der bayerischen BMV 270er-Kartmeisterschaft K 1 und Martin Kainz siegte beim Mitropa Rallye Cup. Unter dem Basketballkorb brillierte das weibliche U18-Team der TuS-Fireballs als bayerische Vizemeisterinnen.
Große Erfolge verbuchten auch die Tischtennisspieler des TuS. Günther Englmeier, der bei der Ehrung verhindert war, holte sich unter anderem den deutschen Senioren-Meistertitel mit der Mannschaft und Johann Wiesböck den Titel bei der bayerischen Senioren-Einzelmeisterschaft. Nicht minder erfolgreich waren die TuS-Judokas. Die Bayernligamannschaft erkämpfte sich die bayerische Meisterschaft. Patrick Weisser belegte mit dem TSV Abensberg den zweiten Platz bei der deutschen Mannschaftsmeisterschaft und sein Bruder Maxim gewann die süddeutsche U18-Einzelmeisterschaft. Denis Weisser wurde für seine über 30-jährige Funktionärstätigkeit beim TuS ausgezeichnet.
Eine besondere Ehrung erhielt Horst Krause: Er hat 50-mal das „Deutsche Sportabzeichen in Gold“ abgelegt und blickt auf eine über 70-jährige Sportlerlaufbahn in vielen Disziplinen zurück. Der rüstige 86-Jährige warb in einem Redebeitrag für das Sportabzeichen: „Es ist oft auch der Einstieg in andere Sportarten.“
Bayerischer Meister
im Ski-Slalom
Herausragende Leistungen zeigten auch die Alpin-Skifahrer des Skiclubs. Linus Witte, der wegen eines Trainingslehrgangs verhindert war, gewann erstmals ein Europacup-Rennen im Slalom und sein jüngerer Bruder Jonas wurde bayerischer Slalom-Meister und konnte sich bei der deutschen Meisterschaft als Dritter platzieren.
Auch der Eishockey-Club war beim Ehrenabend vertreten, und zwar durch die herausragende Puck-Jägerin Theresa Zielinski. Sie schaffte mit der deutschen U18-Nationalmannschaft der Damen bei der Weltmeisterschaft der Division 1A den sofortigen Wiederaufstieg in die Top-Division.
In Abwesenheit wurde der 94-jährige Josef Riedl vom TuS für seine „sportliche Lebensleistung“ gewürdigt. Er wurde 2024 deutscher M90-Vizemeister im Diskus und Kugelstoßen.
Für die musikalische Unterhaltung sorgte die „Rauschberg-Musi“.