Feldkirchen-Westerham – Zweimal mussten die Rettungskräfte zum selben Brandort ausrücken. Eine Lagerhalle der Firma „JNS Dachtechnik“ in Feldolling brannte vollständig nieder. Nach Angaben eines Polizeisprechers gehen die Ermittler derzeit von „vorsätzlicher Brandstiftung“ aus. Die Ermittlungen der Brandfahnder der Kriminalpolizei Rosenheim dauern an.
Am frühen Montagmorgen ging bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd die Mitteilung ein, dass eine Lagerhalle in Feldolling brennt. Die Löscharbeiten hielten den gesamten Tag an. Dienstagfrüh ging um 4.20 Uhr die Meldung ein, dass es an der Lagerhalle in Feldkirchen-Westerham erneut brennt. Während der zweite Brand durch ein oder mehrere Glutnester vom ersten Brand wieder aufgeflammt ist, gehen die Feuer-Ermittler beim ersten Brand derzeit von einer „vorsätzlichen Brandstiftung“ aus.
Für die Ermittler stehen damit noch viele Untersuchungen an. „Der Brandort muss jetzt von einem Sachverständigen kontrolliert werden, damit der Ursprung des Feuers ausgemacht werden kann“, teilt der Pressesprecher mit. Der Sachverständige überprüft, ob der Brand im Gebäude oder außerhalb davon angefangen hat. Zudem müsse herausgefunden werden, was das Feuer verursacht hat und ob womöglich „Brandbeschleuniger“ oder Ähnliches verwendet wurde. „Dann muss geschaut werden, wie der genaue Verlauf des Feuers war“, sagt der Pressesprecher. Dafür greifen die Ermittler auf die Luftaufnahmen zurück, die der Polizeihubschrauber am ersten Brandtag gemacht hat. So könne genauer der Weg des Feuers nachverfolgt werden. „Zusätzlich werden auch Fußspuren und etliche andere Spuren, die am Brandort sichergestellt wurden, ausgewertet“, sagt der Pressesprecher. Das seien in diesem Fall „eine Menge“. Auch die Nachbarn werden zu dem Brand befragt.
Weiterhin suchen die Ermittler nach Zeugen. „Bislang sind nach meinem aktuellen Informationsstand noch keine Zeugenhinweise eingegangen“, betont der Polizeisprecher. „Das kann sich aber immer sehr schnell ändern.“ Für die Familie Neureither ist die gesamte Situation noch schwer zu begreifen. Ihnen gehört die Firma „JNS Dachtechnik“. Am Dienstag berichteten sie darüber, wie sie die dramatischen Stunden erlebten und wie es für die Firma nun weitergeht. Wie die Inhaber auf die neue Nachricht reagierten, dass die Ermittler derzeit von einer „vorsätzlichen Brandstiftung“ ausgehen, dazu gibt es noch keine Angaben. Die Familie war bis Redaktionsschluss nicht zu erreichen.