Irschenbergs Bürgermeister Meixner zieht Bilanz

von Redaktion

Bürgerversammlung Finanzen der Gemeinde stabil – Wichtige Projekte vorgestellt

Irschenberg – In einer ruhigen Bürgerversammlung präsentierte Irschenbergs Bürgermeister Klaus Meixner den rund 140 anwesenden Bürgern im Trachtenheim einen Überblick über die Finanzen und anstehende Projekte der Gemeinde. Trotz bedeutender Themen wie dem Neubau der Kläranlage, einem Wohnprojekt für Einheimische und der Energiewende verlief die Versammlung in entspannter Atmosphäre.

Zu Beginn informierte Meixner über den vom Landratsamt Miesbach genehmigten Haushalt für 2024. Die Gemeinde steht finanziell solide da, mit einem Verwaltungshaushalt von knapp 10,1 Millionen Euro und einem Vermögenshaushalt von rund 6,79 Millionen Euro. Auch für 2025 ist keine Kreditaufnahme geplant. Die Gewerbesteuereinnahmen aus 2023 in Höhe von 4,77 Millionen Euro bleiben stabil, und die Einkommenssteuerbeteiligung soll auf 2,35 Millionen Euro steigen.

Eine Anpassung der Realsteuerhebesätze wurde beschlossen, um die Grundsteueraufkommen stabil zu halten. Die Grundsteuer B wird von 330 Prozent auf 300 Prozent gesenkt. Meixner betonte, dass der neue Messbetrag des Finanzamts Miesbach individuell zu unterschiedlichen Steuerlasten führen könne. Bei großen Abweichungen wird der Gemeinderat das Thema erneut prüfen.

Weiteres zentrales Thema war der Bebauungsplan Leitzachfeld im Ortsteil Auerschmied. Der Kreisbaumeister forderte eine dichtere Bebauung, was zu einer Anpassung führte. Nun sollen zwei Doppelhäuser und zwei Dreispänner mit Doppelgaragen entstehen.

Der Arbeitskreis Energie und Wärme, gegründet im Mai, berichtete über die Fortschritte bei der Energiewende. Der Fokus liegt auf kommunalen Liegenschaften, die für Photovoltaik geeignet sind. Auch die Entwicklung von Wärmekonzepten für ölbeheizte Gebäude steht auf der Agenda.

Meixner dankte den ehrenamtlichen Feuerwehrleuten und Erziehern für ihren Einsatz. Er informierte über den Stand des Kläranlagenneubaus, dessen Bau im März beginnen soll. Die Kosten werden auf 8,7 Millionen Euro geschätzt.

Weitere Themen waren die städtebauliche Entwicklung und die Verkehrsberuhigung. Eine Bürgerumfrage zur Einführung von Tempo 30 ist für die Bundestagswahl 2025 geplant. Die Stunden für die Verkehrsüberwachung wurden bereits erhöht.

Nach knapp zwei Stunden bedankte sich Meixner bei den Anwesenden für ihr Kommen und schloss die Versammlung ohne weitere Fragen aus dem Publikum.

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