Litzldorf – Unter dem Leitgedanken „Advent ist jetzt, ich nehme mir Zeit!“ fand kürzlich ein Adventssingen in der Pfarrkirche St. Michael in Litzldorf statt, das die zahlreichen Besucher mit lang anhaltendem Applaus würdigten. Liebhaber solcher Veranstaltungen, darunter Hans Billo, ehemaliger Leiter der Chorgemeinschaft Irschenberg und Organisator der Bad Feilnbacher Chorwoche, lobten die Veranstaltung als „fernsehreif“.
„Probiern mir halt einmal ein Adventssingen!“, dachte sich Andreas Henfling und ein kleiner Kreis vom Gemeinschaftschor mit Sängern aus Litzldorf und Bad Feilnbach vor einigen Wochen in geselliger Runde nach einer Chorprobe. Aus der Idee entstand ein ernsthaftes Projekt, bei dem die Mitgestalter in kurzer Zeit an Proben und Zusammenspielen gesanglich und instrumental arbeiteten, um einen verheißungsvollen Abend vorzubereiten.
Mitglieder der Pfarrei St. Michael Litzldorf verliehen Tage vorher dem barocken Gotteshaus, einst erbaut von Abraham Millauer aus Hausstatt, ein andachtsvolles Aussehen mit einem Stern von Bethlehem und vielen kleinen Lichtern im Altarraum. Das Ensemble aus Musikanten und den Sängergemeinschaften stammte weitgehend aus der Gemeinde Bad Feilnbach und bereicherte mit seinen Darbietungen die Kulturlandschaft der Kommune. Das Repertoire sollte auf den Advent als „stillste Zeit im Jahr“ vorbereiten und verfehlte zumindest für eine harmonische Stunde sein Ziel nicht.
Dafür sorgten die vier Frauen als „Litzldorfer Bläser“, das junge Quartett der „Seebergmusi“ (Formation Seebacher und Bergener), der „6er Gsang“ und Frauen aus dem Gemeinschaftschor sowie der gemischte Chor selbst. Als perfekte Einspieler und Liedbegleiter der Gesangsgruppen erwiesen sich Petra Obermüller an der Zither und Monika Gernstl an der Gitarre sowie als Solistin an der Ziach.
Mit Gedanken zum Advent, auch mit der Aufforderung zum Frieden und zum „Vertragen“, befasste sich Martin Henfling als Ansager. Er verwendete Gedichte und Verse der heuer verstorbenen Litzldorfer Heimatdichterin Emma Thaler. pes