Au – Mit den Prädikaten „Hochgenuss in Vollendung“ und „absolut meisterhaft“ würdigte das begeisterte Publikum in der Turnhalle das hochkarätige Jahreskonzert der Auer Musi. Auf verführerische Weise gelang es Dirigent Michael Mayer und seinen 34 Musikern, an zwei Abenden zahlreiche Freunde und Liebhaber der Blasmusik auf eine spannende musikalische Weltreise mitzunehmen. Mit dem Konzertmarsch von Markus Nentwich, „Marsch der Galaxien“, führte die Reise sogar ins Universum.
Begeistert von diesem einzigartigen Ausflug, der mit dem Beipackzettel „Seele baumeln lassen und den Herzen friedvolle zwei Stunden gönnen“ versehen war, zeigte sich auch Bad Feilnbachs Bürgermeistertrio Max Singer, Josef Rauscher und Christian Bergener.
Gekommen waren auch Dirigenten und Musiker benachbarter und befreundeter Blaskapellen sowie Leonhard Eisner, Vorsitzender des Musikbezirks Inn/ Chiemgau im Musikbund Ober- und Niederbayern. Er hatte die Ehre, Georg Maier (Flügelhorn) und Bert Poitner (Posaune) für 40 Jahre aktives Musizieren das Ehrenzeichen in Gold zu verleihen.
Als langjährige treue Gäste reiste das Ehepaar Volker und Roswitha Schmullius eigens aus Berlin an und ließ sich von den Interpretationen nach allen Regeln der Kunst verwöhnen.
Reiseleiter war in diesem Jahr Markus Stahuber aus Kirchdorf bei Bruckmühl. Der in Kirchdorf beheimatete Hochzeitslader verstand es prächtig bei seiner Premiere als Konzertansager, nicht nur Wissenswertes zu Komponisten und Arrangeuren der jeweiligen Werke zu vermitteln, sondern auch mit heiteren Geschichten und Anekdoten die Lachmuskeln der Zuhörer gehörig zu strapazieren. Das internationale Programm eröffneten die Musiker mit dem kraftvollen sächsischen „Torgauer Marsch“, arrangiert von Siegfried Rundel. Eine Zwischenstation war „Auf einem persischen Markt“ von Albert W. Ketelbey, gefolgt vom Walzer „Du, nur du“, den Peter Leitner für seine „Fegerländer Musikanten“ schrieb. Von der zauberhaften Pop-Ballade für Blasorchester „Welt in Farbe“ schwärmte Solist Markus Poitner am Flügelhorn. Ihrem Titel gerecht wurde die Polka „Ehrenwert“ von Martin Scharnagl.
Der Konzertmarsch von Václav Vackár, „Riviera-Marsch“, lud die Musiker zu einer kurzen Verschnaufpause ein. Diese nutzten sie für einen Flug nach Blue Hawaii, wo Franz Schmid als Solist am Altsaxofon mit dem Welthit von Elvis Presley „Can’t Help Falling in Love“ von George Davis Weiss die Herzen des Publikums eroberte. Die Komposition „Winnetou&Old Shatterhand“ von Martin Böttcher, arrangiert von Manfred Schneider, weckte Erinnerungen an die legendären Klassiker von Karl May. Sämtliche Schlagzeug-Register zogen die wahren Experten mit dem Solo „Fascinating Drums“ von Ted Huggens.
Mit Hans Krinners „Glückseligkeit Polka“ gelang es der Blaskapelle, die Glückshormone bei den Gästen zu steigern. Diese konnten anschließend beim Konzertmarsch „Die Isel“ von Gerald Ranacher, arrangiert von Walter Grechenig, die Stimmung entlang eines Flusses gedanklich genießen.
Verdienter Dank für ein abwechslungsreiches Konzerterlebnis war der lang anhaltende Applaus nach den einzelnen Darbietungen, der am Ende Anlass für einige Zugaben erlesener Blasmusik war. pes