Neubau des Kindergartens ist unnötig

von Redaktion

Rückläufige Geburtenzahlen in Ostermünchen – Prüfung für Bedarf Ende 2025

Ostermünchen – Die Gemeinde Tuntenhausen hatte ursprünglich eine Erweiterung der Kita Ostermünchen geplant. Doch die aktuelle Bedarfsplanung im Einzugsbereich des katholischen Kindergartens und der Kinderkrippe in Ostermünchen zeigt ein anderes Bild. Bürgermeister Georg Weigl erklärte zu Beginn der Debatte, dass die rückläufigen Geburtenzahlen eine neue Bedarfsplanung erforderlich gemacht hätten.

Vierte Gruppe
deckt Bedarf ab

Die katholische Kindertageseinrichtung Ostermünchen verfügt über eine Betriebserlaubnis für 16 Krippenplätze im südlichen Schultrakt und 75 Kindergartenplätze, verteilt auf drei Gruppen im Haupthaus am Tulpenweg. Derzeit besuchen 80 Kinder, darunter neun Integrationskinder, die Einrichtung. Weitere 13 Kinder sind in anderen Kitas, bei Tagesmüttern oder in Spielgruppen untergebracht. Die Hochrechnung für das Kita-Jahr 2025/2026 zeigt einen Bedarf von 27 Krippen- und 101 Kindergartenplätzen. Für das Jahr 2026/2027 wird ein Bedarf von 26 Krippen- und 116 Kindergartenplätzen prognostiziert. Bürgermeister Weigl betonte, dass es ausreiche, eine vierte Kindergartengruppe einzurichten, um den aktuellen Bedarf zu decken. Zudem stehen in den Kinderhäusern Tuntenhausen und Hohenthann zwei ungenutzte altersgemischte Gruppen zur Verfügung.

Ein Neubau, der für vier Gruppen etwa vier Millionen Euro kosten würde, sei daher nicht notwendig, so Weigl. Der Bedarf müsse jedoch kontinuierlich überprüft werden, spätestens im März 2025. Bei Bedarf könnte man auf eine Containerlösung zurückgreifen, wie vor rund sechs Jahren. Damals wurde ein „Container-Pavillon“ mit Wohlfühl-Atmosphäre geschaffen.

Dr. Anna Fernández Diarte äußerte Bedenken, dass die Schule für die offene Ganztagsschule Räume benötige, die derzeit von der Krippe genutzt werden. Weigl entgegnete, dass eine Doppelnutzung der Räume an der Mittelschule vorgesehen sei. Resi Englhart von der Frauenliste erkundigte sich nach der Dauer einer Containeraufstellung im Notfall. Weigl antwortete, dass dies in etwa sechs Monaten realisierbar sei.

Container als
schnelle Lösung

Die Gemeinde wird die Planungen zur Erweiterung der Kita Ostermünchen vorerst nicht weiterverfolgen. Eine Neubauplanung wird Ende 2025 erneut geprüft, basierend auf den Erkenntnissen der örtlichen Bedarfsplanung.

Der Bedarf an Kindergartenplätzen im Kita-Jahr 2025/2026 könnte zunächst mit einer Containerlösung gedeckt werden. Dieser Beschluss wurde einstimmig gefasst.

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