Von Menschen für Menschen

von Redaktion

Seniorenarbeit in Tuntenhausen – Bedarf an ehrenamtlichen Fahrdienst steigt

Tuntenhausen – Die vielfältigen Aufgaben der Seniorenbeauftragten der Gemeinde wurden kürzlich im Gemeinderat vorgestellt. Zukünftig soll ein Seniorenbeirat die Arbeit auf mehrere Schultern verteilen. Was zu Jahresbeginn noch von vier Personen erledigt wurde, muss nach dem Wegfall von Petra Kraft, Juliane Korn und Claudia Bauer nun von Erika Zimmert allein bewältigt werden. Sie verdeutlichte den Gemeinderäten und Zuhörern, wie umfangreich die Aufgaben sind.

Pflege des
Netzwerks ist wichtig

„Die Arbeit besteht nicht nur aus der Ausrichtung der öffentlichkeitswirksamen Seniorennachmittage“, betonte Zimmert. Das Landratsamt Rosenheim, das Bayerische Staatsministerium und das Amt für Landwirtschaft und Ernährung haben zahlreiche Ideen für die Generation 60+. Hinzu kommen Wohnberatung, Seniorenakademie, Workshops und Schulungen. „Nicht zu vergessen die wichtige Netzwerkarbeit“, führte die engagierte Seniorenbeauftragte aus. Gerade Letzteres ist äußerst interessant und vermittelt manchmal auch eine andere Sichtweise auf die Dinge.

Zimmert ließ das Jahr 2024 Revue passieren: Faschingsnachmittag, Seniorenfrühstück, Aktionswoche „Zuhause daheim“, Fahrt zum Wohnkompetenzzentrum nach Amerang, Seniorennachmittag und Schafkopfturnier sind nur einige der vielen Aktionen. „Ich meine, es war ein reichhaltiges Angebot und für jeden etwas dabei“, resümierte Zimmert, die auch für 2025 ein entsprechendes und ansprechendes Angebot zusammenstellen möchte.

Interessant wurde es, als sie einen Überblick über den neu eingeführten ehrenamtlichen Fahrdienst der Gemeinde gab. Im ersten Jahr wurden bereits über 4000 Kilometer gefahren, wofür sie sich bei den Fahrern bedankte. Dies entspricht einer Zahlung von 1200 Euro der Gemeinde für die Fahrer. Zimmert: „Es freut mich, dass der Fahrdienst so gut angenommen wird, und gleichzeitig sieht man aber auch, dass der Bedarf da ist.“

Zum Schluss ihres Vortrags ging sie auf ihre Vorstellungen für die künftige Arbeit ein: „Ich möchte die Bildung beziehungsweise Gründung eines Seniorenbeirates oder eines Arbeitskreises, schlichtweg einfach einen Zusammenschluss von Menschen für Menschen für die Arbeit mit der Generation 60+. Wie immer man es nennt, alleine ist es nicht mehr zu schaffen“, zog Erika Zimmert das Fazit des ablaufenden Jahres. Positiv: Drei bis vier Bürger haben sich erfreulicherweise bereits gemeldet. Erstrebenswert wäre auch die Ausweitung des ehrenamtlichen Fahrdienstes durch ein von der Gemeinde zur Verfügung gestelltes Fahrzeug.

Große
Wertschätzung

Zimmert bedankte sich bei der Gemeinde und den Gemeinderäten für die Unterstützung, bevor ihre Arbeit mit viel Applaus gewürdigt wurde. Bürgermeister Georg Weigl bestätigte, dass zuletzt sehr viel passiert ist. „Die Aufgabe ist sehr wichtig“, betonte der Rathauschef. Auch für ihn ist die Koordination der Aufgaben von großer Bedeutung, und das Thema Fahrdienst will er vorantreiben, auch wenn es sowohl positive als auch negative Erfahrungen gibt. „Vielen Dank von meiner Seite, denn diese Arbeit ist nicht hoch genug einzuschätzen“, betonte der Bürgermeister am Ende.

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