Die Einsamkeit bleibt vor der Tür

von Redaktion

Bad Aiblinger Weihnachtsstube öffnet am Heiligen Abend wieder ihre Pforten

Bad Aibling – Der Einsamkeit am Heiligen Abend will die Bad Aiblinger Weihnachtsstube auch heuer den Kampf ansagen. Sie öffnet am 24. Dezember um 17 Uhr ihre Pforten im Pfarrheim St. Georg.

Astrid Kotter hat doppelten Grund zur Freude. Sie ist die Initiatorin der unter dem Dach der örtlichen Kolpingsfamilie stehenden Einrichtung und kann wieder auf eine vielgliedrige Kette helfender Hände bauen, die sie bei den Vorbereitungsarbeiten unterstützen und am Weihnachtsabend für die Gäste da sind.

Angebot ist
überkonfessionell

Das Angebot versteht sich als Treffpunkt für einsame Menschen, die ihr Los an diesem Tag oft als besonders bedrückend empfinden und deshalb Gemeinschaft und Geborgenheit suchen. „Wir sind für jeden da, der zu uns kommt und uns braucht“, sagt Kotter und hebt insbesondere den überkonfessionellen Anspruch des Angebots hervor. „Auch Menschen, die der Kirche fernstehen, sind selbstverständlich jederzeit willkommen“, versichert die Initiatorin.

Ihre Sichtweise teilt nicht nur die Stadtkirche Bad Aibling, die seit Jahren die Räume für die Veranstaltung kostenlos zur Verfügung stellt, sondern auch Bürgermeister Stephan Schlier. Er hat die Schirmherrschaft für die Veranstaltung von seinem Vorgänger Felix Schwaller übernommen und will der Weihnachtsstube auch heuer wieder einen Besuch abstatten. Den Christbaum hierfür stiftet seit Anbeginn die Stadt.

„Die Weihnachtsstube ist eine sehr wertvolle Einrichtung in unserer Stadt. Ich danke Astrid Kotter und allen, die sich hierfür engagieren, sehr herzlich“, sagt der Bürgermeister. Mit von der Partie ist unter anderem der Bad Aiblinger Seniorenreferent Dieter Bräunlich. Er hat beispielsweise den kostenlosen Taxi-Fahrdienst organisiert, den die Besucher am Heiligen Abend für ihren Weg zur Weihnachtsstube und die Heimfahrt in Anspruch nehmen können.

Diesen Service bietet das Unternehmen an, welches das Seniorentaxi in der Kurstadt betreibt. „Es ist einfach schön, welch großer Zusammenhalt diese Veranstaltung trägt“, freut sich Franz Besel, der Vorsitzende der Bad Aiblinger Kolpingsfamilie, über die mannigfache Unterstützung.

Unter den Anmeldungen, die bereits eingegangen sind, befinden sich wie alle Jahre Gäste aus Kolbermoor. In der Nachbargemeinde koordiniert Daniela Dobner vom Mangfalltreff die Zusammenarbeit mit dem Veranstalter. „Das ist wirklich ein tolles und unkompliziertes Miteinander“, ist Astrid Kotter voll des Lobes.

Auch für die Besucher aus der Nachbarstadt steht ein kostenloser Fahrservice zur Verfügung. In der Marktgemeinde Bruckmühl rührt Silvia Mischi, im Rathaus unter anderem für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig, heuer erstmals die Werbetrommel für die Weihnachtsstube.

Was deren Ablauf betrifft, wird an Bewährtem festgehalten. Alle Besucher werden kostenlos bewirtet und dürfen sich auch auf ein Weihnachtsgeschenk freuen.

Als „Küchenchef“ fungiert wieder Stadtrat Rudi Gebhart. Ludwig Englmeier unterhält die Gäste den Abend über mit Zitherklängen. Um ihnen mehr Zeit zum Ratschen an den Tischen zu lassen, werden die Verserl und Gschichterl, die Georg Rechenauer vorträgt, heuer auf vielfältigen Wunsch etwas reduziert.

Kostenloser Taxi-Service

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