Bruckmühl – In der Sitzung Anfang Dezember hat der Bruckmühler Marktgemeinderat einstimmig die Erweiterung des Waither Feuerwehrgerätehauses beschlossen. Diese größere Baumaßnahme mit einem Kostenvolumen von einer Million Euro wurde auf den weiteren Verfahrensweg gebracht.
Grundlage für diese Entscheidung war der im Juli dieses Jahres einstimmig verabschiedete Feuerwehrbedarfsplan für den Zeitraum 2024 bis 2028. Die Kernaussage des Plans lautet: „Der Marktgemeinderat bekennt sich zu seinen sieben selbstständigen Feuerwehren als Pflichtaufgabe der Kommune.“
In den Planungen
steckt viel Herzblut
Aus dieser Bedarfsanalyse ergibt sich die Notwendigkeit, in absehbarer Zeit ein neues Einsatzfahrzeug und einen Mannschaftstransportwagen für die Freiwillige Feuerwehr Waith zu beschaffen. Im vor drei Monaten beschlossenen Feuerwehrstandort-Entwicklungs-Konzept wurde festgelegt, das Gerätehaus der Waither Feuerwehr entsprechend zu vergrößern. Dafür sollen Haushaltsmittel für Planungs- und Baukosten in Höhe von 600000 Euro für 2025 und 550000 Euro für 2026 bereitgestellt werden.
In der aktuellen Sitzung dankte Richard Richter, CSU/PW, einem Waither Grundstückseigentümer, der den notwendigen Grundstückserwerb ermöglicht hat. Den Mitgliedern der Wehr bescheinigte er „großes Herzblut, das in die Grundzüge der Planungen gesteckt worden ist“. Er betonte, dass auch Kreisbrandrat Richard Schrank in die Planungen einbezogen ist und die Erweiterung ausdrücklich befürwortet. „Es handelt sich hier um eine ‚bescheidene‘ Erweiterung, die auf die nächsten drei bis vier Jahrzehnte ausgelegt ist. Heute geht es um eine Richtungsentscheidung, Details können im weiteren Verfahrensverlauf noch diskutiert und entschieden werden“, so der Bürgermeister. Als Entscheidungsgrundlage lagen zwei Varianten vor: Planung eins sah ein neues symmetrisches Satteldach mit zwei identischen Torhöhen von jeweils vier Metern vor, für die Fahrzeughalle würden dabei keine Stützpfeiler benötigt. Planung zwei würde das jetzige alte Satteldach behalten, die Anbaulösung müsste dann mit einem Pultdach erfolgen, die Fahrzeughalle benötigt Stützpfeiler, die beiden Torhöhen wären 3,75 und 3,50 Meter. Nach eingehender Diskussion favorisierte das Ratsplenum die „Planungsversion eins“ mit einem neuen symmetrischen Satteldach, einer Halle ohne Stützsäulen und zwei gleichgroßen Toren mit einer Durchfahrtshöhe von jeweils vier Metern. Die ausschlaggebenden Gründe für diesen Entscheid waren: „Eine säulenfreie Fahrzeughalle bietet den größtmöglichen freien Bewegungsraum für die Feuerwehrleute“ (Andreas Riedl, CSU/PW). „Sinnvoll ist nur die Variante mit zwei gleichgroßen Hallentoren“ (Georg Ziegltrum, CSU/PW). „Als aktiver Waither Feuerwehrmann spreche ich mich für die Variante eins aus“ (Michael Stahuber, CSU/PW).
Gut für die
Zukunft aufgestellt
„Die Planungen mit dem symmetrischen Satteldach integrieren gelungen Altbestand und Neubau, mit den Planungen sind wir gut für die Zukunft aufgestellt“ (Wolfgang Huber, Grüne). „Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass während der Bauphase das Gerätehaus komplett ausgeräumt und später wieder eingeräumt werden muss, die Variante eins ist die einzig schlüssige“ (Hubert Maier, CSU/PW).
Das Ratsplenum billigte ohne Gegenstimme die vorliegende Vorentwurfsplanung samt Kostenschätzung von 1050000 Euro.