Bad Aibling – Erneut war das Adventskonzert des Gymnasiums Bad Aibling in der Kirche St. Georg der Höhepunkt des ausklingenden Jahres. Die jungen Künstler zeigten auf beeindruckende Weise ihr großes musikalisches Können.
Die Musik hat beim Gymnasium Bad Aibling ja seit jeher einen großen Stellenwert. Rund 200 Beteiligte, darunter Schüler, Lehrkräfte, Ehemalige und auch Eltern, musizierten und sangen dabei mit.
Viel Zeit und Herzblut wandten sie auf, damit das große Konzert für alle Besucher zu einem echten Höhepunkt wurde. Neben dem musikalischen Engagement bedarf es aber auch einer aufwendigen Organisation und Planung. Wie begehrt das alljährliche Konzert ist, kann man daran ablesen, dass es pro Besucher nur zwei Karten gab. So war es auch kein Wunder, dass die Kirche auch in diesem Jahr wieder randvoll besetzt war.
Abrupte Stille kehrte in das Gotteshaus ein, als die Bläsergruppe den Andachtsjodler anstimmte. „Genießen Sie den Abend und seien Sie einfach im Hier und Jetzt“, betonte Schulleiter Mark Lörz, OStD (M, Ph), zum Konzertanfang.
Die Vorfreude auf dieses Konzert werde aber, so Lörz, durch den kürzlichen Tod eines Mitschülers getrübt. Für ihn gab es eine Schweigeminute.
Nach einem Gregorianischen Choral des Männerchores begeisterte anschließend die Schulband mit Liedern wie „Fields of Gold“ von Sting und besonders Mariah Careys „All I want for Christmas is you“.
Gänsehaut brachte dann der große Chor mit „Spiritus Sanctus“ und „Yo celebraro“ in das Kirchenschiff. Weihnachtlicher wurde es, als die Bläsergruppe „Machet die Tore weit“ spielte. Viel Applaus heimste auch die boarische Musi nach Pixner ein, die fünf Gymnasiasten mit „Englein flieg“ aufführten.
Der Altarraum war dann brechend voll, als der Unterstufenchor auftrat. Sein „Friedenslied“ mit Gebeten der Schüler in fast 20 Sprachen, die an die Wand projiziert wurden, war eigentlich das zentrale Lied und bekam von den Zuhörern auch geradezu frenetischen Applaus.
Ganz besonders die vielsprachigen Gebete der Schüler beeindruckten und machten viele nachdenklich. Auch die schwedisch-ukrainische Weise, bei der so mancher in der Kirche an die aktuellen kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine dachte, gab Anlass, in sich zu gehen. Rhythmisch und lebendiger wurde es, als das Vokalensemble Q12 mit „White winter hymnal“ auftrat.
Das Orchester spielte dann die mit viel Beifall bedachten Stücke von Johann Sebastian Bach und Georges Bizet, bevor die Bläsergruppe ein ukrainisches Volkslied anstimmte.
Das Ende nahte, als der Große Chor mit Eltern, Lehrern und Ehemaligen auf die große Bühne im Altarbereich kam und Händels „Messias“ spielte, mit dem berühmtesten Stück hieraus, dem „Halleluja“. Alt und Jung bekamen hierfür lang anhaltenden Applaus.
Passend für den Advent und den Drang nach Frieden war dann Michael Jacksons „Heal the world“, das die Chöre und die Bläsergruppe gemeinsam zum Besten brachten. Und am Ende durften dann alle ran, mit dem gemeinsamen Schlusslied „Macht hoch die Tür“.
Als dann Schulleiter Mark Lörz die Beteiligten lobte, dass sie allen Besuchern einen wunderbaren Abend beschert hätten, strahlten alle in der Kirche.
Er dankte aber nicht nur den Lehrkräften, allen voran Susanne Tutert, sondern auch den Eltern, dass sie ihren Kindern ermöglichen, ihre Talente zu entfalten. Und für die Schüler hatte er noch ein Geschenk: „Es ist gute Tradition hier, allen Mitwirkenden anderentags eine Freistunde zu schenken“.
Mit diesen Worten löste er bei den Akteuren natürlicherweise Applaus aus. Und die Besucher waren sich sicher, 150 Minuten einer wunderbaren vokalen und instrumentalen Reise durch die Welt der Musik erlebt zu haben.ws