Bad Aibling – Tosender Applaus, Fangesänge und jede Menge Autogramme. Der Ansturm der Bayern-Fans auf den Besuch ihres Star-Stürmers Harry Kane im Bad Aiblinger Kursaal war so groß, dass dem Gast am Ende die Autogrammkarten ausgegangen sind. Gekleidet im dunkelblauen Jeans-Anzug mit aufgesticktem FC Bayern-Logo und begleitet von der „Dreder Musi“, die extra den „Stern des Südens“ einstudiert hat, betrat der 95-Millionen-Mann des Rekordmeisters den gut gefüllten Saal.
Anekdoten
und Vorbilder
„Es ist schön, in die vielen glücklichen Kindergesichter zu sehen“, freute sich Kane. Und die Mitglieder des FC Bayern-Fanclubs Mietraching dürften diesen Tag so schnell sicher nicht vergessen. Moderiert von OVB-Sportredakteur Thomas Neumeier, stellte sich der Stargast traditionell den zahlreichen Fragen der Kinder und plauderte auch mal aus dem Nähkästchen. Zum Beispiel auf die Frage, wie er Weihnachten mit seiner Familie verbringt. „Das ist jetzt anders als früher. In England hatten wir keine Winterpause und haben an Weihnachten trainiert. Aber jetzt wachen wir auf, öffnen die Geschenke morgens, haben ein Weihnachts-Mittagessen und verbringen den Tag damit, mit den Spielsachen zu spielen“, verrät der vierfache Vater. In der Historie des Rekordmeisters scheint sich der Brite auch auszukennen. „Ich habe mir die Spiele von Bastian Schweinsteiger und Philipp Lahm gerne angeschaut“, antwortete Kane auf die Frage, an welche ehemaligen Bayern-Spieler er sich erinnern könne. „Die Bayern hatten mit Robben und Ribery einige der besten Spieler in ihren Reihen. Sie hatten wirklich besondere Teams über die Jahre und ich bin damit aufgewachsen, ihnen zuzusehen“, fügte der Kapitän der englischen Nationalmannschaft an. Der 31-Jährige hat in seiner Laufbahn auch schon das ein oder andere Trikot nach dem Spiel ergattert. „Ich habe eins von Christiano Ronaldo, als er noch bei Real Madrid gespielt hat“, erzählt der Bayern-Spieler, der damals noch in Diensten von den Tottenham Hotspur stand. „Ich habe auch eins von Wayne Rooney. Er ist einer der ganz großen für mich und war immer mein Idol. Ich habe gegen ihn gespielt, als er bei Manchester United war. Dieses Trikot bedeutet mir wirklich viel.“
Bei einem erzielten Hattrick dürfen sich die Spieler für gewöhnlich den Spielball behalten. Dazu hatte der Stürmer auch eine Anekdote auf Lager: „Mein Sohn Louie spielt neuerdings Fußball im Haus. Jedes Mal, wenn ich keinen Hattrick erziele, ist er enttäuscht, dass ich ihm keinen Ball mitbringe. Der Druck kommt also nicht nur von euch Fans, sondern auch von zu Hause.“
Einführung in die
bayerische Kultur
Dann wurde der Gast aus München noch ins „Dirndl-drahn“ und „Schuhplatteln“ eingeführt. „Einige ihrer traditionellen Tänze zu sehen, ist eine gute Sache“, kommentierte der Engländer die Vorführung später. „Es ist wirklich einzigartig. Lob an die Jungs und Mädchen. Man hat gemerkt, dass sie viel für die Vorführung geübt haben und auch die Band war großartig.“
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