Feldkirchen-Westerham – Die rege Bautätigkeit in Westerham, vor allem in Richtung Feldolling, hat den Gemeinderat hellhörig werden lassen. Das zeigte sich kürzlich bei einem Bauantrag für eine 80 mal 30 Meter große Speditionshalle mit Bürotrakt, die östlich der Fritz-Krause-Straße in Westerham gebaut werden soll.
Voraussetzung für den Bau wären eine Flächennutzungsplanänderung und die Aufstellung eines Bebauungsplans. Ein Teil der für Landwirtschaft ausgewiesenen Fläche wird derzeit befristet als Ausweichparkplatz für Lkw benutzt.
Die Bitte des Antragstellers, eine Bauleitplanung einzuleiten, wurde von den Fraktionen kontrovers diskutiert. Aufgrund offener Fragen wurde die Diskussion schnell und ergebnislos abgebrochen. Erneut angemahnt wurde der aus Sicht der Räte überfällige Ausbau der Aiblinger Straße. Und klar wurde auch, dass sich die Gemeinderäte einhellig weitere Informationen zu dem Antrag wünschten. Eine erneute Besprechung mit dem Antragsteller soll deshalb in einer der nächsten Gemeinderatssitzungen stattfinden.
Dennoch war die gegensätzliche Haltung der Räte deutlich spürbar. Vinzenz Schaberl (Freie Wähler Gesamtgemeinde) hätte gegen diese Halle nichts einzuwenden: „Wenn der für die Gemeinde wichtige Antragsteller sie braucht, dann sollten wir nicht dagegen sein.“ Ganz anders sieht das der Westerhamer Gemeinderat Heinrich Gall (Grüne). „In der Voranfrage ist von einer Speditionshalle die Rede, das müsste genauer erläutert werden“, monierte Gall. „Wenn die Firma nur ihre eigenen Produkte einlagert, spricht nichts dagegen, dies aber müsste sichergestellt sein.“ Die weitere Beratung über den Antrag ist nun auf eine der nächsten Sitzungen verschoben worden. me