Bruckmühl – Fester Bestandteil der letzten Marktgemeinderatssitzung des Jahres waren die Weihnachtsgrußworte der Fraktionssprecher. Den Reigen eröffnete Georg Oswald (BP) mit seinen Wünschen: erstens, die Jahrmärkte in der Bahnhofstraße und nicht auf dem Volksfestplatz zu veranstalten und zweitens, wieder ein eigenes Rathaus zu haben.
Josef Staudt (SPD/PU) erklärte, die umfangreichen Aufgaben des Marktgemeinderates und die angespannte Haushaltslage hätten alle gefordert und vieles sei nicht wunschgemäß umgesetzt worden. Die SPD-Fraktion bedankte sich für die kollegiale und konstruktive Zusammenarbeit im Marktgemeinderat.
Stefan Mager (Grüne) äußerte die Hoffnung auf eine Besserung der weltpolitischen Lage und befürchtete, dass viele Entscheidungen in der Marktgemeinde nicht wie vorgestellt getroffen werden könnten.
Lobend erwähnte er die geräuschlose Übernahme der Bauabteilungsleitung durch Thomas Brückner als Nachfolger des in den Ruhestand getretenen Konrad Kremser und die Einstellung von Andreas Wieser für den Bereich Energie, Klima und Mobilität. Die fast einstimmige Zustimmung zur Errichtung einer Ankommenseinrichtung für Flüchtlinge hob er ebenfalls hervor.
Georg Ziegltrum (CSU/PW) lobte Bürgermeister Richard Richter. „In Zeiten, in denen der Egoismus und auch das Anspruchsdenken der Bürger wachsen, in denen immer mehr Aufgaben an die Kommunen herangetragen werden, in denen aufgrund von Wirtschaftsstagnation die Einnahmen nicht steigen und es somit immer schwieriger wird, einen ausgeglichenen Haushalt aufzustellen, braucht es schon viel Einsatz, aber auch Mut. Einen Mut, den Sie haben, der weiter oben in der Politik anscheinend fehlt.“ Er würdigte außerdem die Leistungen der Verwaltung, der Kämmerei, des Fachbereichs Liegenschaften und aller anderen Fachbereiche. Zur Arbeit des Marktgemeinderates merkte er die sachliche, konstruktive und respektvolle Diskussionskultur an und nannte das Thema Asylunterkunft als positives Beispiel.
Georg Pritzl (OLB) sprach die angespannte Finanzlage an und blickte sorgenvoll auf die Jahre 2026 und 2027. Er befürchtete, dass in Zukunft nicht alles in vollem Umfang erfüllbar sei. bjn