Feldkirchen-Westerham – Ein Feuerwerk an Melodien präsentierte die Höhenrainer Musi bei ihrem Jahreskonzert im Gemeindehaus. Zuvor jedoch gedachten Musikanten und Konzertbesucher erst dem wenige Tage zuvor verstorbenen Ehrendirigenten Rudi Maier, der auch jahrzehntelang als Konzertansager fungiert hatte. Musivorstand Georg Haager erinnerte in bewegenden Worten an das Wirken und den Humor des weitum bekannten „Maler Rudi“.
Eingangs hatte bereits die Jugendkapelle Höhenrain mit drei gekonnten Stücken und einer schwungvollen Zugabe begeistert. Diesmal hatten sich die Jungmusikanten Verstärkung von der Jugendkapelle Vagen geholt. Die Jugend-Ansagerin Rosi Huber erklärte, warum: „Wir haben in der letzten Zeit schon einige Auftritte zusammen gespielt und verstehen uns gut. Wir werden auch beim Vagener Dreikönigskonzert am 5. Januar gemeinsam spielen.“
Nach dem Eröffnungsmarsch „Herzog von Braunschweig“ der „Großen“ folgte mit der Feuerwerksmusik von Georg Friedrich Händel gleich der Höhepunkt des Abends.
Das fünfteilige Meisterwerk des Barockkomponisten forderte den 37 Musikanten und Dirigent Ludwig Lusky alles ab. Für Entspannung sorgte die harmonische Polka „Die schönsten Jahre“ von Armin Kofler. Anschließend erklang der Marsch „Habsburg hoch!“ von Johann Strauß Sohn, den Hubert Meixner eigens arrangiert hatte.
Auch Ehrungen standen auf dem Programm: die Vertreterin des Musikbundes von Ober- und Niederbayern konnte ein bronzenes und fünf silberne Leistungsabzeichen an strahlende Jungmusikanten überreichen. Für 25 Jahre aktives Musizieren wurde Dominik Forstner geehrt.
Der preußisch-zackige „Margarethenmarsch“ von Gottfried Piefke markierte den Beginn des zweiten Konzertteils, und die Besucher erfuhren vom Ansager Stefan Messerer, dass dieser Komponist der Grund ist, warum die Deutschen im Ausland manchmal „Piefkes“ genannt werden. Die spanische Ouvertüre „Alcazar“ von Llano, das Epos „Schmelzende Riesen“ von Armin Kofler und das bekannte Stück „Hey Jude“ in einer Bearbeitung von Martin Scharnagl zeigten eindrucksvoll die stilistische Bandbreite der Kapelle.
Zum Schluss erklang der neue Marsch „Schönes Bayernland“, den der Tubist Dr. Michael Stacheter nicht nur selbst komponiert, sondern auch mit einem passenden Text versehen hat.
Die zahlreichen Besucher ließen die Musikanten an beiden Konzertabenden nicht ohne Zugaben von der Bühne. hab