Vereinskultur Herz für sozialen Frieden

von Redaktion

In Gemeinde Tuntenhausen viel bewegt – Fokus liegt jetzt auf der Zukunft

Tuntenhausen – Durchaus positiv blickte Bürgermeister Georg Weigl in seinem Jahresrückblick im Landgasthof Wallner in Ostermünchen in die Zukunft. Jedenfalls was die Gemeindepolitik betrifft, denn hier könne die Gemeinde auf eine erfreulich stabile Einnahmesituation bauen. Bezüglich der Weltlage zeigte er sich allerdings besorgt, als er auf die Bundes- und Landespolitik blickte. Mit den anstehenden Neuwahlen gelte es, wieder Vertrauen zu bilden und die Wirtschaft zu stärken. Doch die Herausforderungen seien groß.

Gemeinde legt Fokus
auf die Zukunft

Auf die Gemeinde zurückkommend meinte Weigl, im Jahr 2024 sei viel passiert. „Wir hatten zwar keine Großbaustellen, aber viele kleine Maßnahmen“, führte der Ratschef aus. Den Fokus auf die Zukunft der Gemeinde habe man mit dem neuen Flächennutzungsplan gelegt, der auf den Weg gebracht wurde. „Damit ist für die nächsten 10 bis 20 Jahre die Ausrichtung fixiert“, betonte er und dankte den Gemeinderäten für die konstruktive Zusammenarbeit.

Der Plan beinhalte im Wesentlichen ein Wachstum „nach innen“ und damit möglichst wenig Flächenverbrauch. Mitte des Jahres 2025 könnte der Plan dann rechtskräftig werden.

Viel Vorarbeit ist beim Großprojekt Ostermünchen-Mitte nötig, betonte Weigl, das aktuell im Planungsstand ist. Entstehen sollen dort Arztpraxis, Apotheke, Tagespflege und betreutes Wohnen. Aber es sei eben nicht leicht, rund 10000 Quadratmeter zu beplanen. Beim Gewerbegebiet Oberrainer Feld sei leider eine erneute Überplanung nötig, weshalb sich das Projekt hinzieht, so Weigl. Bis Mitte 2025 sollte der Plan nun Rechtskraft erhalten und zum Jahresende hin die Grundstücksvergabe erfolgen. Aber schon jetzt stehe fest, dass das Doppelte an Interessenten als an Fläche vorhanden ist.

Eingeleitet wurde auch die Energiewende. Zwei Bebauungspläne sind am Laufen: eine Agri-Photovoltaikanlage in Bach und eine Freiflächenanlage in Mailling, die künftig Strom für das Unternehmen „Frischpack“ liefern soll. Man sei sich im Rat einig, die Gemeinde nicht zuzupflastern, aber das Thema Photovoltaik auf den gemeindlichen Bauten will man im kommenden Jahr angehen.

Für die Windkraft wurden zwei Vorranggebiete ausgewiesen – einmal im Rotter Forst und zum anderen in der Nähe von Biberg. Angestoßen hat die Gemeinde auch die kommunale Wärmeplanung für das gesamte Gemeindegebiet. Nahwärme, so der Bürgermeister, werde es aber nicht in allen Ortsteilen der Gemeinde geben.

Beim Brenner-Nordzulauf wurden die Kernforderungen nach Berlin weitergeleitet. Leider sei die Anhörung im Verkehrsausschuss des Bundestages im Oktober mehr oder minder eine Farce gewesen, so ein enttäuschter Bürgermeister. Durch die Neuwahlen werde sich auch die für Frühjahr 2025 geplante Entscheidung des Bundestages verschieben.

Viele kleine Dinge, die nicht so auf den ersten Blick sichtbar seien, wurden ebenfalls abgearbeitet: So die Sanierung der Fritz-Schäffer-Grund- und Mittelschule und die Beschaffung neuer Schutzkleidung für die gemeindlichen Feuerwehren. Besonders die Schulsanierung, größtenteils während des Schulbetriebes, sei eine echte Herausforderung gewesen, räumte Weigl ein. Eine Generalsanierung hätte allerdings um ein Vielfaches mehr Geld gekostet.

Zufrieden zeigte sich der Rathauschef über die Finanzlage der Gemeinde. Eine stabile Einnahmesituation mit hohen Gewerbesteuereinnahmen sei das Resultat guter Entscheidungen in der Vergangenheit. Dabei lobte er die Weitsicht seiner Vorgänger bezüglich der Gewerbeansiedlungen. So könne Tuntenhausen jetzt die Ernte einfahren und die geplanten Investitionen stemmen. Dazu erklärte Weigl: „Und trotzdem haben wir keinen Sanierungsstau und das ist gut so, denn so etwas holt man kaum mehr auf.“

Dennoch müsse man stark auf die Kosten schauen. „Die Steuereinnahmen können schnell auch wieder zurückgehen, gerade bei der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung.“ 2016 lag die Gewerbesteuer laut Weigl bei 1,6 Millionen Euro, aktuell sei man sechs Millionen Euro. Aber auch die Einkommenssteuerbeteiligung trage zur guten Finanzkraft bei. Rund 3000 Arbeitsplätze in der Gemeinde seien hier sicher ein Pfund zum Wuchern. Das Ganze ist in Weigls Augen aber nur mit Unterstützung der vielen Vereine und Organisationen und der Bürger möglich.

Bürgermeister
würdigt Vereinsarbeit

„Die Vereinskultur ist das Herz für den sozialen Frieden“, betont er denn auch und dankte allen Ehrenamtlichen. Er sei stolz auf die aktiven Dorfgemeinschaften. Sein Dank galt auch allen Mitarbeitern in der Verwaltung, in Bauhof, Wertstoffhof, Schulen und Kindergärten für die konstruktive Zusammenarbeit.

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