Bruckmühl – Christiane Grotz, die Behindertenbeauftragte der Marktgemeinde und eine der beiden Landkreisbeauftragten, berichtete in der letzten Marktgemeinderatssitzung des Jahres über ihre Tätigkeit.
Anpassung des Teilhabeplanes
Als Mitglied des Arbeitskreises „Bauen und Inklusion“ ging sie zunächst auf den Teilhabeplan des Landkreises Rosenheim aus dem Jahr 2012 ein. Dieser beschreibt die Ausgangssituation von Menschen mit Behinderung in verschiedenen Lebensbereichen wie Schule, Wohnen, Arbeit oder Freizeit, benennt Ziele und gibt Handlungsempfehlungen. „Aber die Gegebenheiten ändern sich, also muss auch der Teilhabeplan angepasst werden. Das ist im vergangenen Jahr geschehen und wird uns auch noch weiter beschäftigen, bis er soweit fertiggestellt ist, dass er dem Kreistag zur Genehmigung vorgelegt werden kann“, erläuterte Grotz. Sie berichtete außerdem über den Neubau des vierten Standorts der Wendelsteinwerkstätten und die Satzung, die die Rechte und Pflichten der Landkreisbeauftragten festlegt. „Für die Beauftragten der Gemeinden gibt es sie nicht, es wäre aber hilfreich, wenn alle gleichbehandelt würden“, stellte sie fest. Im Vergleich der Beauftragten schnitt Bruckmühls Beauftragte am besten ab.
Für Bruckmühl wünschenswert wäre aus ihrer Sicht, die Beauftragten bei Projekten, die Menschen mit Behinderung betreffen, einzubeziehen, den finanziellen Ausgleich zu vereinheitlichen und die Öffentlichkeitsarbeit von den Gemeinden unterstützen zu lassen. Grotz äußerte sich positiv zum Angebot der Volkshochschule, geplante Radtouren inklusiv zu gestalten: „Wir müssen nur bestimmte Voraussetzungen schaffen, der Weg darf nicht zu lang und nicht zu schwierig sein. 50 Kilometer sind erheblich zu viel. Aber wir finden sicherlich eine Möglichkeit, dass auch Menschen mit Behinderungen an solchen Touren teilnehmen können.“
Lobend erwähnte sie den neuen elektrischen Türöffner am Gewerbepark: „Er ist eine große Erleichterung für alle Menschen, die auf einen Rollstuhl, einen Rollator oder auf Gehhilfen angewiesen sind, oder auch, die mit einem Kinderwagen unterwegs sind.“
Gottesdienst am Hochfelln geplant
Der Sporttag am 6. Oktober sei ein großer Erfolg gewesen, auch die Sportgruppe laufe gut. Eine wichtige Säule der Behindertenarbeit in Bruckmühl sei der Soziale Arbeitskreis mit seinen gutbesuchten Veranstaltungen. Abschließend kündigte Christiane Grotz einen inklusiven Gottesdienst mit der Diözese auf dem Hochfelln am 29. Juni 2025 an. „Wir hoffen, dass wir es ermöglichen, die Fahrt mit der Seilbahn auf den Gipfel, die 27 Euro kostet, viel kostengünstiger zu machen. Bedingung ist allerdings die Teilnahme am Gottesdienst.“