„Siegfried war wie ein ‚Zauber-Opa‘“

von Redaktion

Illusions-Künstler und Preisträger Max Schneider kommt nach Rott

Rott – Max Schneider (37) ist ein echter Tausendsassa: Französisch-Lehrer, Schauspieler, Trick-Technischer Berater und vor allem eines: Profi-Zauberer. Bei seinen Shows will er die Zuschauer zu ihrem inneren Kind bringen, sie vom Alltag ablenken und unterhalten. „Man geht jedenfalls glücklich aus einer Zauber-Vorführung raus“, erklärt Schneider in einem Gespräch am Telefon. Morgen, Freitag, kommt der Allgäuer mit einem bunt gemischten Programm für die ganze Familie nach Rott.

Mit Magie
an Wunder erinnern

Bei seinen Auftritten möchte Schneider die Menschen daran erinnern, dass das Leben voller Wunder stecke. Das sei die Aufgabe der Zauberkunst, deren Geschichte bis ins alte Ägypten reiche. „Damals wollten die Leute mit der Zauberei an die Größe der Götter erinnern. Heute möchte man mit dieser alten Kunstform die Mysterien des Universums ins Gedächtnis rufen“, erklärt der 37-Jährige. Oft würden die Menschen diese nämlich nicht mehr groß beachten. „Wir müssen in unseren Berufen funktionieren und uns auch manchmal verbiegen. Somit verlieren wir zum Teil die Verbindung zu uns selbst.“ In einer Zauber-Show könnten Zuschauer einfach loslassen und staunen, wenn Naturgesetze scheinbar außer Kraft gesetzt würden, erläutert der Allgäuer.

Illusionen gepaart
mit Comedy

Schneiders Zauberkunst setzt sich aus verschiedenen Teilbereichen zusammen. Neben den klassischen Illusionen der großen Meister, wie verkantete Ringe zu lösen oder ein Seil-Kunststück, finde sich auch Comedy, Close-Up-Zauber (also Nah-Aufnahmen) oder Mental-Magie, das scheinbare Gedankenlesen, in den Vorführungen des 37-Jährigen wieder.

Dabei sei gerade Letzteres mit dem meisten Risiko verbunden, denn dafür sei Schneider auf das Publikum angewiesen. „Wenn eine Person auf der Bühne aufgeregt ist oder die Gedanken ändert, kann es auch mal vorkommen, dass ich das Falsche lese“, gesteht er. Denn hierbei würden echte Zuschauer auf die Bühne kommen und keine eingeweihten Personen, betont der Allgäuer. Schneider habe jedoch viel Vertrauen in sein Publikum.

Und diesem will er auch etwas mitgeben. Denn eine weitere Aufgabe eines Zauberkünstlers sei es, vor Trickbetrug zu warnen. „Niemand sollte bei einem Hütchen-Spiel mitmachen“, warnt Schneider. Den „Schlawinern“ gehe es dabei nicht um Unterhaltung, sondern um Abzocke, erklärt er. Für die Zauberei begeisterte sich Schneider bereits als Kind. Seit 2013 ist er damit professionell tätig. Und dabei habe er schon einige Preise abgeräumt. Unter anderem sei er 2023 Sieger der deutschen Meisterschaft der Zauberkunst in der Sparte Mental-Magie geworden. Doch auch schon im Jugendalter habe Schneider an Wettbewerben teilgenommen. „Als etwa 13-Jähriger gewann ich zum Beispiel in Hong-Kong den Grand-Prix für Erwachsene. Ich bin damals als Bub in Lederhose aufgetreten. Das hat der chinesischen Jury wohl gut gefallen“, erklärt er.

Mit zehn Jahren
schon in Las Vegas

Bereits mit zehn Jahren sei Schneider zudem in Las Vegas bei einem Zauber-Kongress von Siegfried und Roy gewesen. Zu den beiden internationalen Größen in der Illusions-Kunst habe der Allgäuer ab da in Kontakt gestanden. „Sie haben mich zum Beispiel für Shows dazugebucht. Einmal reiste ich auch mit ihnen nach Rumänien, um dort aufzutreten“, erklärt er.

Ideen für Shows ausgetauscht

Siegfried und Roy hätten Schneider inspiriert und mit Tipps beraten. „Siegfried war wie ein ‚Zauber-Opa‘. Ich konnte mich mit ihm über meine Ideen für Shows austauschen“, erinnert sich der 37-Jährige. Die Arbeit der beiden Künstler bewundert Schneider bis heute.

Magie, Zauberei und Illusion

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