Frauenbund setzt auf Verbraucherschutz

von Redaktion

Vorsitzende Resi Raß will neuen Schwung in die Vereinsarbeit des Katholischen Deutschen Frauenbundes bringen

Bad Aibling – Rund 180 Mitglieder weist der Zweigverein des Katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB) in Bad Aibling derzeit auf. Vorsitzende Resi Raß will jetzt neuen Schwung in dessen Arbeit bringen. Der Verbraucherschutz soll ihr bei diesem Bemühen zur Hilfe kommen.

Ein Positionspapier zum Thema „Wahlfreiheit statt Digitalzwang“ im öffentlichen Personenverkehr, auf das die Deutsche Bahn bereits reagiert hat, Schutz der Kinder vor Werbung für ungesunde Lebensmittel oder ein kritischer Check von verschiedenen Getränkeverpackungen: Auf den ersten Blick lassen sich solche Themen mit der Arbeit eines christlich orientierten Vereins nicht in Zusammenhang bringen, doch genau das ist beim KDFB der Fall. Diesen Umstand will sich die Vereinsvorsitzende beim Werben um neue Mitglieder zunutze machen. Wer dem Frauenbund angehört, der in Deutschland etwa 145000 Mitglieder hat, kann nämlich auch das Wirken des „Verbraucher-Service im KDFB“ nutzen. Dabei handelt es sich laut dessen Homepage um einen anbieterunabhängigen, eigenständigen Verein. Er befasst sich vorwiegend mit Themen des Verbraucherschutzes und der Ernährung sowie dem Strukturwandel in der Hauswirtschaft. „Da können unsere Mitglieder nicht nur wertvolle Tipps erhalten, im Bedarfsfall ist auch Rechtsbeistand möglich“, sagt die Vorsitzende. Sein Programm für 2025 hat der Vorstand des Bad Aiblinger Vereins jedenfalls so ausgerichtet, dass ein möglichst breiter Interessentenkreis angesprochen wird. „Wir müssen einer Überalterung entgegenwirken und uns deshalb rechtzeitig um jüngere Neumitglieder bemühen“, erläutert Resi Raß ihre Zielrichtung.

Neben dem Gebetsabend am Gründonnerstag, der traditionellen Maiandacht, diversen Ausflügen oder der Wallfahrt nach Thann im September hat der Frauenbund beispielsweise regelmäßig auch einen „Meditativen Tanz“ im Programm. Ein kostenloses Angebot, bei dem die Teilnehmerinnen laut Raß im Paulusheim „mit Musik ein wenig zur Ruhe kommen können.“ Vorkenntnisse seien nicht erforderlich. „Grundsätzlich sind bei all unseren Aktivitäten auch Nichtmitglieder willkommen“, betont die Vorsitzende.

Das soziale Engagement ist dem Verein auch künftig ganz wichtig. So spendet er regelmäßig den Erlös der traditionellen Kräuterbüschel-Verkaufsaktion zu Mariä Himmelfahrt oder des Basares, der alle Jahre zu Adventsbeginn im Paulusheim abgehalten wird. „Das sind die zwei wesentlichen Einnahmequellen für unsere Spenden, die wir alle Jahre machen“, sagt Raß.

Sie würde sich freuen, wenn sich neue Gesichter fänden, die in der Gemeinschaft mitwirken wollen. Interessierte Frauen können sich mit ihr unter Telefon 08061/4741 oder ihrer Stellvertreterin Rita Krupp unter 08061/30768 in Verbindung setzen. Norbert Kotter

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