Bruckmühl – Zur gut besuchten Jahresversammlung der Feuerwehr Bruckmühl begrüßte Vorsitzender Bernhard Singer im Bürgersaal neben den aktiven und passiven Mitgliedern auch die Marktgemeinderäte Christian Kastl, Robert Plank und Andreas Riedl. Jugendwart Matthias Stuckenberger berichtete über die Aktivitäten der Kinder- und Jugendfeuerwehr, die inzwischen jeweils 24 Mitglieder zählt. Die Kinder legten die Prüfungen zur „Kinderflamme“ ab, und ebenso erfolgreich nahmen die Jugendlichen unter anderem an den Wissenstests und den Prüfungen zur „Jugendflamme“ teil. Insgesamt leistete der Nachwuchs 1528 Stunden zuzüglich 444 Ausbilderstunden.
30 Jahre Jugendfeuerwehr
Für 2025 sind neben den genannten Tests unter anderem ein Zeltlager sowie die Teilnahme an der bayerischen Jugendleistungsprüfung und an der deutschen Jugendleistungsspange, der höchsten Auszeichnung innerhalb der Deutschen Jugendfeuerwehr, geplant. Außerdem wird anlässlich des 30-jährigen Bestehens der Jugendfeuerwehr der Kreisjugendfeuerwehr-Tag in Bruckmühl ausgerichtet.
Kommandant Thomas Kamke berichtete über die Einsatzstunden der Wehr. In seinem Überblick detaillierte er die einzelnen Einsatzarten. Bei den 121 Einsätzen wurden 1570 Stunden geleistet. Die Einsätze 2024 setzen sich aus 39 Brandfällen, 53 technischen Hilfeleistungen, sieben Einsätzen mit ABC-Gefahrstoffen, drei Sicherheitswachen und 19 sonstigen Tätigkeiten zusammen. Die Anzahl der Fehlalarme betrug 23. Neben den 1570 Einsatzstunden absolvierten die 71 aktiven, über 18-jährigen, Feuerwehrleute 1807 Ausbildungsstunden, sodass im Jahr 2024 zusammen mit den Gerätewart- und Kommandanten-Tätigkeiten (753 beziehungsweise 850 Stunden) und den Nachwuchs-Stunden insgesamt 6952 Stunden geleistet wurden. Neben seinem Dank unter anderem an die Marktgemeinde, den Bürgermeister, die Verwaltung und die gesamte Feuerwehr-Mannschaft äußerte Kamke auch einige mahnende Worte. Sie bezogen sich unter anderem auf die verzögerte Auslieferung der digitalen Alarmgeräte durch den Landkreis, Probleme mit der Sandsack-Füllanlage und die kommunale Bürokratie.
„Im Namen von 18000 Bürgern bedanke ich mich für die hervorragende Arbeit der Feuerwehr und bei den Verantwortlichen für die Nachwuchsbetreuung“, erklärte Bürgermeister Richard Richter. Er wies auf die geleisteten Feuerwehr-Investitionen, aber auch auf die angespannte Haushaltslage der Marktgemeinde hin und bekräftigte jedoch: „Die Einsatzbereitschaft der Feuerwehren wird nicht angetastet.“ Abschließend betonte er: „Schulter an Schulter werden wir uns den Aufgaben stellen“ und wünschte den Floriansjüngern für 2025 „wenige Einsätze und wenig Belastendes“.
Holzham begeht 150-jähriges Jubiläum
Feuerwehr-Referent Andreas Riedl informierte über insgesamt 364 Einsätze der sieben Ortsfeuerwehren 2024 mit ihren 383 Aktiven und wies auf die Verabschiedung des Feuerwehr-Bedarfsplans durch den Marktgemeinderat hin.
Ferner erwähnte er die 2024 gefeierten Jubiläen der Feuerwehren Götting, Högling (beide 150 Jahre) und Waith (125 Jahre) sowie das in diesem Jahr anstehende Jubiläum in Holzham (150 Jahre). Am Ende sprach er der Bruckmühler Wehr seinen Dank für ihr Engagement bei Übungen und Einsätzen aus.
Kritik an geplanten Änderungen
Kreisbrandmeister Werner Meier-Matheke räumte Verzögerungen bei der Bereitstellung der digitalen Alarmgeräte ein, erwarte aber eine nunmehr zügige Auslieferung. Ferner teilte er mit, dass in Wasserburg eine mobile Atemschutz-Übungsanlage installiert werde. Kritische Worte fand er für einige im Feuerwehr-Gesetz geplanten Änderungen. Allen Feuerwehrleuten dankte er für ihren Dienst am Nächsten und wünschte ihnen: „Kommt gesund zurück von den Einsätzen.“
Im Rahmen der Versammlung wurden bei den Aktiven auch Beförderungen ausgesprochen. Zu Feuerwehrmännern beziehungsweise Feuerwehrfrauen wurden Michelle Stuckenberger, Anja Hoffmann und Maximilian Becker ernannt. Eduard Betz wurde zum Hauptfeuerwehrmann befördert.