Feldkirchen-Westerham – Zur traditionellen gemeinsamen Jahresabschlussveranstaltung des Werberings Mangfalltal und des BDS-Gewerbeverbands Mangfalltal begrüßte Vorsitzende Christine Knoll kürzlich beim „Kellerwirt“ in Vagen die Mitglieder sowie die Bürgermeister Richard Richter (Bruckmühl), Stephan Schlier (Bad Aibling), Klaus Meixner (Irschenberg) und Peter Wagner (Aying), den Dritten Bürgermeister der Gemeinde Feldkirchen-Westerham, Sepp Hupfauer, den WiFo-Vorsitzenden Holger Baumgartner und die Wirtschaftsreferenten Anton Kammerloher (Feldkirchen-Westerham) und Markus Zehetmaier (Bruckmühl). Der Werbering hat derzeit 76 Mitglieder und der BDS 156.
Fokus auf Bildung,
Energie, Bürokratie
Der Bruckmühler Bürgermeister Richard Richter stellte zu Beginn seiner Grußworte fest: „Nirgendwo ist das Miteinander so verankert wie in der regionalen Wirtschaft.“ Auf einen Fokus-Beitrag bezogen, konstatierte er: „Wenn man Deutschland wieder flott machen will, muss man die Bereiche Bildung, Energie und Bürokratie bespielen.“ Für den Bürokratieabbau brauche man Praktiker und Mittelständler. Er hob die gute Zusammenarbeit zwischen den Nachbargemeinden und mit dem Werbering/Gewerbeverband hervor und kündigte angesichts der angespannten kommunalen Finanzlage an: „Wir werden den Gürtel künftig enger schnallen müssen.“ In ihrem Jahresbericht ließ Christine Knoll die Aktivitäten Revue passieren. Sie erwähnte unter anderem die „schaurain-Werkschau“ mit über 1500 Besuchern und die beiden ersten erfolgreichen Veranstaltungen im neuen Netzwerkformat „Unternehmer-Salon Mangfalltal“.
Ferner gab sie bekannt, dass das Gutscheinsystem nicht hinreichend angenommen wurde und daher ab 2025 beendet wird. Als gemeinsamen Leitgedanken für die Arbeit von Werbering und Gewerbeverband nannte sie die Stärkung der Wirtschaft und die Kooperation mit den Kommunen.
Vorstandsmitglied Caroline Deinert präsentierte die ab Februar 2025 unter der Schirmherrschaft der Landtagspräsidentin Ilse Aigner startende „BDS Azubi-Akademie Mangfalltal“. Anhand einer realen Geschichte schilderte sie die Bedeutung von Kommunikation, Rhetorik und Selbstwertgefühl für Auszubildende. „Genau diese Themen wollen wir jungen Menschen vermitteln, und das sollen die jeweiligen Betriebe und Kommunen nicht alleine steuern müssen. Ich möchte, dass die jungen Leute ihr Potenzial ausschöpfen“, unterstrich sie. Der BDS-Geschäftsführer im Bezirk Oberbayern Ost, Christian Klotz, legte die Ziele der Agenda 2030 seines Verbandes dar: „Wir wollen ein Generationenverband werden, der weiterwächst. Wir wollen neue Wege und Konzepte erarbeiten zur Lösung von Problemen der Unternehmen und Kommunen.“
Unterstützung
vom Landratsamt
In der Versammlung stellte sich auch Peter Heßner, Leiter des Bereichs Wirtschaftsförderung, Klimaschutz und Kreisentwicklung im Landratsamt Rosenheim, vor. Zu den Aufgaben des Bereichs zählen unter anderem die Unterstützung von Unternehmen bei der Gründung, Standortsuche und bei Genehmigungsverfahren, Themen-Veranstaltungen und die regionale Vermarktung. „Wir haben stets ein offenes Ohr für die Unternehmen und Verbände“, bekräftigte er abschließend.
Zum Programm der Veranstaltung zählte auch das beliebte, von Hubert Steffl geleitete Schützenscheibenschießen. Am zielsichersten erwies sich Manuel Greindl – er gewann die Ehrenscheibe. Gestiftet hatte die Scheibe Vorjahressieger Daniel Bergmüller, der in diesem Jahr auf Platz zwei landete.