Trachtengwand und Schmuck richtig pflegen

von Redaktion

Expertinnen geben Tipps zur Behandlung von Accessoires und Haarteilen

Dettendorf Trachtlerinnen können ihr sauberes Gwand bald wieder mit Stolz präsentieren. Dazu gehören Trachtenschmuck und Haarteile, die schneidige Dirndl und Schalkfrauen bis zur neuen Saison mit Ausrücken zu kirchlichen und weltlichen Festen gerne in frischem Glanz tragen wollen. Irmi Impler vom GTEV „Edelweiß“ Dettendorf-Kematen und Gautrachtenpflegerin vom Gauverband eins, Traunstein, hatte zu einem Informationsabend mit Trachtenwarten eingeladen.

Gut 20 Interessenten, darunter Ehrenvorstand und Trachtenwart vom GTEV „D´Jenbachtaler“ Bad Feilnbach, Sebastian Gasteiger, aus dem Gebiet Mangfall vom Gauverband eins, füllten das Stüberl im Dettendorfer Gemeinschaftshaus. Sie nahmen am Schluss wertvolle Tipps referierender Expertinnen mit nach Hause. Zu diesen Expertinnen gehörte Elisabeth Gasteiger, Goldschmiedemeisterin aus Warngau. Sie erklärte ausführlich das richtige Putzen und die Pflege von Halsketten, Haarnadeln, Ohrringen und anderen Accessoires aus Metall und Perlen. Anlass zur Diskussion gab dabei die Halskette, die teils von einer Generation an die nächste weitergegeben wird. Wie die Referentin sowie Sebastian Gasteiger (Lerl Wast), Ehrenvorstand und Trachtenwart vom GTEV „D´Jenbachtaler“ Bad Feilnbach und ehemaliger stellvertretender Vorstand im Gauverband eins, ausdrücklich betonten, sei dieses besondere Schmuckstück eine „Halskette“ und keine „Kropfkette“. Letztere wird in manchen Trachtenvereinen diskriminierend und frauenfeindlich gegenüber den Trägerinnen immer noch fälschlicherweise verwendet.

Zum Thema „Haare“ und „Haarteil“ stand Gitti Harraßer, Friseurin und Mitglied vom Trachtenverein GTEV „Immergrün“ Au bei Bad Aibling, Rede und Antwort. Wichtig sei auch bei inzwischen überwiegend künstlichen Haarteilen „zweimaliges“ Waschen. Eigenes Frauenhaar sollte nicht vor dem Ausrücken zu einer Festlichkeit, sondern einen Tag zuvor gewaschen werden und biete dem Haarteil einen besseren und sicheren Halt. Wie Irmi Impler hinzufügte, gehören Haare zur Tracht eines Dirndls oder einer Schalkfrau. Die Frisur müsse jedoch im Einklang mit dem jeweiligen Trachtenverein passen. pes

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