Feldbach wird zweimal zur Gefahr

von Redaktion

Willinger Feuerwehr wendet Überschwemmungen ab – 54 Einsätze im Jahr 2024

Bad Aibling/Willing – Auf ein ereignisreiches Jahr blickte die Willinger Feuerwehr bei ihrer Jahreshauptversammlung im Gmoahof zurück. Zu insgesamt 54 Einsätzen musste sie nach Auskunft von Kommandant Martin Mayr 2024 ausrücken. Sturm- und Hochwasserschäden forderten die Floriansjünger besonders stark.

49 technische
Hilfeleistungen

Die Statistik spricht eine eindeutige Sprache. Mit 49 technischen Hilfeleistungen bildete dieser Bereich den Schwerpunkt der Alarmierungen, 22 davon erfolgten nach Starkregen beziehungsweise aufgrund von Sturmböen. Als Teil des Unwetter-Kontingents der Landkreisfeuerwehren sei die Wehr als Unterstützung auch zur Schadensbekämpfung in den Gemeinden Feldkirchen-Westerham, Bad Feilnbach und Raubling angefordert worden, berichtete der Kommandant. „Zweimal mussten wir nach Starkregen außerdem den Feldbach auf Höhe der Willinger Kirche ausbaggern lassen, weil er über die Ufer zu treten drohte“, so Mayr weiter. Ebenfalls gefordert war die Willinger Feuerwehr bei der Bergung eines mit Getränkekisten voll beladenen Sattelzuges, der auf dem Autobahnzubringer in den Straßengraben gerutscht war, bei einer vermeintlichen Gewässerverunreinigung im Weitmoos und bei vier Bränden im Stadtgebiet. „Die Unterstützung bei einem Balkonbrand, der im Hochsommer in einem Mehrfamilienhaus in der Eichendorffstraße ausgebrochen war, war dabei der größte Einsatz“, bilanzierte der Kommandant.

Um ihre Aufgaben zu bewältigen, kann die Wehr derzeit auf 63 aktive Mitglieder bauen, darunter neun Jungfeuerwehrler. Allein bei den Einsätzen im vergangenen Jahr leisteten sie 898 ehrenamtliche Stunden. Der Jahresbericht von Michael Krimplstötter, dem Vorsitzenden des Feuerwehrvereins, machte deutlich, dass die Floriansjünger auch im gesellschaftlichen Bereich sehr engagiert waren. Krimplstötter blickte unter anderem auf den gelungenen Kinderfasching, den traditionellen Christbaumverkauf, die Teilnahme an diversen Festen und die Ernennung von Thomas Heimgartner zum Ehrenmitglied zurück.

Absoluter Höhepunkt des Vereinsjahres seien jedoch die Festtage gewesen, mit denen die Wehr vom 6. bis 10. Juni ihr 150-jähriges Bestehen gefeiert habe. „Die Feier war eine tolle Sache. Wir haben viel positive Resonanz erhalten“, bilanzierte Krimplstötter. Der Vorsitzende dankte nicht nur allen Aktiven für ihr Engagement, sondern auch deren Partnern für ihr Verständnis.

Nach dem Kassenbericht von Simone Lechner, der eine positive Gesamtbilanz aufwies, stand noch die Ehrung verdienter Mitglieder auf dem Programm. Eine Auszeichnung für zehn Jahre Dienst in der Feuerwehr erhielten Michael Kaffl und Maximilian Pledl, für 20 Jahre Josef Schmid junior. Seit 30 Jahren ist Johann Krimplstötter aktiv, bereits seit 40 Jahren ist Andreas Mennel dabei.

Darüber hinaus wurde folgenden Mitgliedern das Fluthelfer-Abzeichen ausgehändigt: Georg Baldemaier, Max Barth, Elias Grotke, Thomas Harant, Michael Kaffl, Tim Krimplstötter, Michael Krimplstötter, Johann Krimplstötter, Phillip Kundler, Kilian Larisch, Martin Mayr, Sebastian Pfab, Martin Pfab, Maximilian Pledl, Christian Sallaba, Josef Schmid junior, Thomas Schmid, David Vogl, Anna-Sophia Weichinger, Andreas Wieser und Michael Wieser.

Dank vom
Bürgermeister

Stephan Schlier, der der Versammlung beiwohnte, nutzte die Gelegenheit, um sich bei der Willinger Feuerwehr für ihr Engagement zum Wohle der Stadt zu bedanken. „Das war eine beeindruckende Gemeinschaftsleistung“, sagte der Bürgermeister. Einig war sich das Stadtoberhaupt mit den Versammlungsteilnehmern im Hinblick auf die Notwendigkeit, zeitnah eine eigene Umkleide für die Feuerwehrfrauen zu schaffen. Die Realisierung des Wunsches ermögliche die Wiederverwendung eines Garagentraktes, der laut Schlier von der Aiblinger Feuerwehr aufgrund der Erweiterung ihres Gerätehauses nicht mehr benötigt werde. Dadurch lasse sich das Raumkonzept in Willing so verändern, dass der separate Bereich geschaffen werden könne.

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