Bad Aibling – „Pakete rund um die Uhr empfangen und versenden“: Mit diesem Vorteil für die Kundschaft bewirbt die DHL ihre gelben Packstationen, die mittlerweile in nahezu jeder Kommune zu finden sind. In Bad Aibling ist jüngst ein neues Exemplar hinzugekommen. Und zwar in durchaus exponierter Lage an der Bahnhofstraße direkt am Bahnhof. Doch die bereits im Dezember aufgestellte Packstation hat einen großen Nachteil: Sie ist auch Wochen nach der Errichtung nicht in Betrieb.
Keine Abholung oder
Versand möglich
Rund 120 Fächer für Sendungen in den Größen S, M, L und XL hat die neue Packstation Nummer 402 an der Bahnhofstraße direkt gegenüber der derzeit gesperrten öffentlichen Toiletten am Bahnhof zu bieten. Das Touchscreen-Bedienfeld in der Mitte der Station leuchtet einladend. Doch wer versucht, sein Päckchen oder Paket dort loszuwerden, wird enttäuscht. Denn weder sind dort Sendungen, die auf ihre Abholungen warten, von DHL-Paketboten deponiert worden, noch ist der Versand von Paketen und Päckchen bislang möglich. Denn die Packstation funktioniert „leider noch nicht“, wie Klaus-Dieter Nawrath, Sprecher der DHL-Group, auf Anfrage des Mangfall-Boten erklärt.
Grund dafür, dass die bereits im Dezember 2024 errichtete Anlage auch Wochen später noch nicht ihren Dienst tut, ist laut Nawrath eine bislang ausstehende Abnahme durch die Deutsche Bahn, auf deren Grundstück die Packstation steht. Nach Angaben des DHL-Sprechers soll die Anlage aber „schnellstmöglich“ in Betrieb gehen. „Ein konkretes Datum können wir noch nicht nennen“, so Nawrath, der aber darauf verweist, dass die Abnahme „noch im Januar“ stattfinden soll.
Die Abnahme ist nach Angaben des DHL-Sprechers auch ein Grund dafür, dass die Packstation seit ihrer Aufstellung mit Strom versorgt wird, obwohl sie noch gar nicht im Einsatz ist. „Die Stromversorgung ist notwendig, damit die Abnahme erfolgen kann und kurzfristige Terminverschiebungen berücksichtigt werden können“, sagt Nawrath, der zudem darauf verweist, dass „eine Live-Verbindung zum Automaten benötigt“ werde. Nawrath: „Unser Ziel ist stets, die Zeit zwischen Aufbau und Inbetriebnahme minimal zu halten. In der Regel findet eine Inbetriebnahme unmittelbar nach Aufbau statt.“
Zumal die Packstation seitens der DHL-Kunden laut DHL-Sprecher Nawrath „insgesamt sehr gut angenommen“ würden. Derzeit gibt es nach Angaben des Konzerns drei Packstationen mit insgesamt 319 Fächern in verschiedenen Größen im Stadtgebiet: die Packstation 104 an der Münchner Straße 22, die Packstation 175 am Aldi-Markt an der Ebersberger Straße 175 sowie die Packstation 176 an der Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Straße 1, die sich von den beiden anderen dadurch unterscheidet, dass sie nur per App bedienbar ist und über kein Display verfügt.
Weitere Standorte
werden gesucht
Hinzu kommt in vermutlich naher Zukunft dann eben die Packstation 402 mit rund 120 Fächern für Päckchen und Pakete. Und weitere könnten folgen. „Wenn ausreichend Nachfrage und geeignete Standorte vorhanden sind, erweitern wir unser Packstationsnetz“, so Konzernsprecher Nawrath, der in Hinblick auf die Kurstadt verrät: „Wir suchen aktuell weitere Standorte in Bad Aibling.“