Leserforum

Substanzlose Argumentation gegen Verkehrssicherheit

von Redaktion

Zum Leserbrief von Cathrin Müller vom 28.12.2024 über eine Bürgerinitiative für einen Verkehrsspiegel in der Karolinenstraße im Lokalteil:

Ich wohne in der Karolinenstraße und kann sagen, dass Cathrin Müller mit ihrem Leserbrief im Namen der Nachbarschaft gehandelt hat. Vor allem möchte ich auf die substanzlosen Argumente der Verkehrsverwaltung Bad Aibling eingehen, die im Leserbrief aufgeführt wurden. Die wenigsten fahren in der Karolinenstraße Schrittgeschwindigkeit. Schrittgeschwindigkeit bedeutet, dass man maximal 10 km/h fahren darf. Vor einigen Monaten wurde ein Seitenradar aufgestellt. Laut der Mitarbeiterin vom Verkehrsamt sei das Ergebnis unauffällig gewesen. Das stimmt nicht. Gemessen wurden 2361 Fahrzeuge, von denen 51 Prozent schneller als 10 km/h, 214 sogar 30 km/h oder schneller fuhren. Unauffällig ist das nicht und damit das Argument gegen einen Verkehrsspiegel hinfällig. Weiter wird begründet, Autofahrer würden durch einen Spiegel ein verzerrtes Bild erhalten, sich infolgedessen in Sicherheit wiegen und die Entfernungen nicht richtig einschätzen können. Wenn dem tatsächlich so wäre, dann dürften diese Personen ohnehin kein Auto mehr fahren. Wer sich aufgrund eines Verkehrsspiegels in Sicherheit wiegt, wiegt ein wenig falsch, denn dass solche Spiegel verzerren, muss allen Autofahrern bewusst sein. Auch die Begründung, auf den Spiegel eintreffende Sonnenstrahlen könnten Autofahrer blenden, ist absurd. Somit dürften viele Personen kein Auto in der Abenddämmerung fahren, da die Sonne dann tiefer steht und Personen blenden könnte. Fakt ist, über die Hälfte der fahrenden Autos in der Karolinenstraße fahren zu schnell und eine nicht angepasste Geschwindigkeit ist mitunter Hauptursache für Verkehrsunfälle. Ich frage mich, was passieren muss, bis gehandelt wird.

Franziska Heywinkel

Bad Aibling

Artikel 1 von 11